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DAS SCHICKSAL DER KLEINEN LARA

"Kein Anzeichen für Vernachlässigung"

Die Betreuerin hatte das Kind nur wenige Tage zuvor gesehen. Die MOPO sprach mit den Verantwortlichen.



Seit wann und in welcher Form wurden Mutter und Kind betreut? "Die Kinder- und Jugendhilfe des ,Rauhen Hauses' betreute die Familie seit April 2008. Das Jugendamt hatte diese sozialpädagogische Familienhilfe bereits vor der Geburt des Mädchens eingerichtet und uns mit der Betreuung beauftragt, die zehn Stunden in der Woche umfasste", sagt Uwe Mann van Velzen, Sprecher des "Rauhen Hauses". "Im September 2008 wurde der Betreuungsumfang aufgrund der positiven Entwicklung auf fünf Stunden in der Woche herabgesetzt. Diese Entscheidung wurde getroffen, nachdem die Mutter in allen Lebensumständen verantwortlich handelte und insbesondere ihr Kind gut versorgte."



Wann waren die Mitarbeiter zuletzt bei der Familie? "Unsere sozialpädagogische Fachkraft, von Anfang an für die Familie tätig, war zuletzt am Dienstag vergangener Woche in der Familie und sah das kleine Mädchen wohlauf beim Essen", sagt Uwe Mann van Velzen. "Das nächste Aufsuchen war für gestern vorgesehen. Es gab weder in den vergangenen Monaten noch aktuell Anzeichen von Vernachlässigung und Kindeswohlgefährdung."



Das Kind war stark unterernährt. Wie kann so etwas einfach nicht auffallen? "Das kann momentan nicht beantwortet werden. Die Mitarbeiterin befindet sich im Urlaub. Sie soll nun aber nach Hamburg zurückgeflogen werden", sagt Markus Schreiber, Mittes Bezirksamts-Chef.



Gab es Vorsorgeuntersuchungen? "Ja, das Kind wurde vom Arzt untersucht. Es soll alles normal gewesen sein. Wir werden aber noch Kontakt zu dem Kinderarzt aufnehmen", sagt Schreiber.



Warum wurden die Warnungen von Laras Tante nicht ernst genommen? "Es gab Kontakt zu der Tante und daraufhin auch Gespräche mit ihr und der Mutter von Lara. Anzeichen, dass das Kind aus der Familie hätte genommen werden müssen, gab es nicht", sagt Schreiber.



Wird es personelle Konsequenzen geben? "Wir werden erst einmal die Ermittlungen abwarten und das Ganze genau untersuchen", so der Bezirksamtschef.

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Datum:  13.3.2009
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