Aber der 28-Jährige spielt auch schon zehn Jahre Profifußball. Und eines steht fest: Der Mittelfeldmann ist bei Weitem nicht für alle negativen "Streit"-Schlagzeilen selbst verantwortlich.
Schalke-Coach Fred Rutten schickte Streit in die Wüste, ließ durchblicken, dass er ihn für einen Abzocker hält. Viele seiner ehemaligen Trainer urteilen differenzierter. Willi Reimann (60) trainierte den Jungspund in Frankfurt (2002-03): "Ein trickreicher, laufstarker Spieler. Fußballerisch war er immer viel besser als Nationalspieler Jermaine Jones aus demselben Jahrgang. Albert war schon damals sehr von sich überzeugt. Er ist nicht ganz einfach, aber ein guter Junge." Friedhelm Funkel (2006 bis 2007 in Frankfurt): "Es gab mal zwei, drei Wochen Stress. Er hat nicht so trainiert, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich habe ihn dann zu Hause gelassen. Im Nachhinein war das überzogen. Wir haben beide Fehler gemacht. Der HSV hat einen sehr guten Spieler bekommen - stark in Eins-gegen-eins-Situationen und bei Standards."
Felix Magath (trainierte Streit von Juli 2000 bis Januar 2001 in Frankfurt): "Er war damals noch sehr jung, aber hochtalentiert. Ärger hat er nicht gemacht. Er hat zum damaligen Zeitpunkt aber auch noch nicht so eine große Rolle gespielt."