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DAS SAGEN DIE USER

GAL-Chefin flog aus dem "Jolly Roger"

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Der Abend nach dem Pauli-Spiel gegen Dortmund vor zehn Tagen: Fußball-Fan Katharina Fegebank geht mit Freunden in die Fan-Kneipe Jolly Roger. Der Laden ist voll, sie bestellt an der Bar Getränke, zahlt -und wird von einer Angestellten gefragt, ob sie die Grünen-Vorsitzende ist. Fegebank bejaht.



Was dann passiert, ist seit Tagen Thema Nummer eins im Umfeld des Fanprojekts: Denn Fegebank wird von der Bar-Frau und Gästen erst wüst beschimpft und bepöbelt: Die GAL habe Ahlhaus zum Bürgermeister gemacht, sie solle sich hier nicht mehr blicken lassen! Dann wird sie des Hauses verwiesen. Ein Rauswurf aus politischen Gründen -und das auf St. Pauli!



Fegebank (33) selber bestätigte der MOPO die Darstellung: "Das war keine schöne Erfahrung. Ich möchte mich aber nicht weiter äußern, weil es hierzu Gespräche mit dem Jolly Roger gibt."



Das Jolly Roger liegt gegenüber dem Millerntor-Stadion. Gegründet wurde es von Fans -mit kräftiger Unterstützung der Stadt. "Toleranz und Fairness" wird in der Satzung des Vereins betont. Doch damit scheint es bei einigen nicht weit her zu sein.



Wie die MOPO aus dem Pauli-Umfeld erfuhr, folgten auf den Vorfall heftige interne Debatten. Führende Vereinsmitglieder sollen stinksauer gewesen sein, der Vorfall ist dem Verein sichtlich unangenehm und wird in einer offiziellen Erklärung bedauert.



Als Hintergrund der Anfeindungen vermuten Fans einen Einsatz der Polizei im Juli 2009. Unter dem damaligen Innensenator Christoph Ahlhaus schoss die Polizei Reizgas in die Kneipe und stürmte den Laden. Es gab Verletzte. Seitdem hat Ahlhaus verspielt.



Das sei aber natürlich überhaupt kein Grund, Frau Fegebank anzufeinden, stellt Vorstand Sven Brux klar: "Auch GAL-Mitglieder sind herzlich willkommen. Außer Nazis darf hier jeder ran."



Auch auf der Facebook-Seite der MOPO haben die User den Rausschmiss heftig diskutiert. Lesen Sie hier die Reaktionen.

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Datum:  6.10.2010
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