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DAS IDYLL AUF DEM DECKEL

Über der A7 entstehen Wiesen, Wanderwege und Cafés

Auf dem Deckel toben spielende Kinder.

Foto: hfr

Ein „Jahrhundertprojekt“ nennt Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk (GAL) den spektakulären Plan für die Deckelung der A7.



Was ist genau geplant?



Der A7-Deckel wird eine Länge von 3,5 Kilometern haben, zuerst werden die beiden Abschnitte in Schnelsen (560 Meter lang) und Stellingen (960 Meter) in Angriff genommen. Hier sollen ab 2015 die ersten Menschen auf dem Deckel spazieren gehen können. Mit dem Projekt soll zum einen der Lärmschutz verbessert werden – denn zeitgleich wird die A7 von acht auf zehn Spuren ausgebaut. „Vor allem gelingt es uns mit der Bebauung des Deckels, Stadtteile zusammenwachsen zu lassen“, sagt Senatorin Hajduk.



Was wird auf dem Deckel gebaut?



500 Kleingärten sollen auf den Deckel umziehen. Außerdem werden mehrere lang gestreckte Wiesen mit Wanderwegen angelegt. Hier sollen die Hamburger aber nicht nur flanieren: Neben Cafés könnten auch Bolzplätze und Klettergerüste für die benachbarten Kita-Kinder entstehen. „Das wird die Lebensqualität sprunghaft verbessern“, glaubt Oberbaudirektor Jörn Walter.



Können die Pflanzen auf dem Betondeckel überhaupt gut wachsen?



„Ja“, verspricht die Senatorin. Auf den 1,60 Meter dicken Betondeckel soll eine mindestens 1,20 Meter dicke Erdschicht geschüttet werden, damit die Kleingärtner ungeniert in ihren Beeten buddeln können. Die Stadt will in den Parks große Baumsorten aus Deutschland und Südeuropa pflanzen, die im Sommer Schatten spenden – da das Erdreich in der Mitte des Deckels aber kaum tief genug sein wird, werden sie eher am Rand angesiedelt.



Wie hoch sind die Kosten?



Der Bau des A7-Deckels wird insgesamt 587 Millionen Euro verschlingen. Davon trägt 420 Millionen Euro der Bund. Um die restlichen 167 Millionen Euro aufbringen zu können, will die Stadt die bisherigen Grundstücke der Kleingartenvereine veräußern und auch 24 Millionen Euro aus dem Verkauf der Trabrennbahn in Bahrenfeld in das Projekt stecken. Der Haushalt werde nach heutigem Stand nur mit 41 Millionen Euro belastet, so Hajduk.



Droht während des Baus ein Verkehrs-Chaos?



Die täglichen Staus auf der A7 dürften noch länger werden. Zwar soll der Verkehr auch während des Baus auf acht Spuren fließen, dafür wird die Höchstgeschwindigkeit fast permanent auf 60 km/h gedrosselt .

Wie geht es jetzt weiter? Im Herbst soll das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt in Stellingen beginnen. Baubeginn ist frühestens 2012 – die Fertigstellung des A7-Deckels kann laut Hajduk „bis zum Ende der Dekade dauern“.

So sieht der A7-Deckel aus

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Datum:  10.7.2010
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