Der Problemfall Hamburger Schule hat zwar noch knappe Überlebenschancen (siehe nebenstehender Artikel). Doch bei einem ihrer prominentesten Vertreter ist nichts mehr zu machen: Blumfeld lösen sich auf, nach 16 Jahren Bandgeschichte.
Die traurige Nachricht verkündete Frontmann Jochen Distelmeyer gestern auf der Bandhomepage www.blumfeld.de: "Ein Kreis schließt sich. Nach 16 Jahren Blumfeld hat Autor, Sänger und Gitarrist Jochen Distelmeyer in Absprache mit den übrigen Bandmitgliedern (...) beschlossen, die Band aufzulösen", heißt es dort. "Hiermit möchten sich Blumfeld bei allen Fans und Freunden für die gemeinsamen Jahre bedanken."
So unsentimental verabschiedet sich eine der einflussreichsten deutschsprachigen Bands überhaupt. Der Split habe aber keine zwischenmenschlichen, sondern ausschließlich künstlerische Gründe, versichert Bandmanager Oliver Frank der MOPO. Den Entschluss, die Band aufzulösen, könne man nicht genau datieren, sagt Frank weiter. Die Idee habe sich aber bereits auf dem letzten Album "Verbotene Früchte" angekündigt: "Die Band meint, man habe mit dem ,Verbotene Früchte'-Album alles gesagt, was man als Blumfeld sagen wollte", erklärt Frank knapp - und er empfiehlt: "Man muss sich das Album daraufhin noch einmal genau anhören. "
Am 16. März erscheint eine 5-CD-Box mit den ersten drei Blumfeld-Alben und Bonusmaterial auf dem bandeigenen Label "Blumfeld Tonträger", das künftig den Nachlass verwalten wird. Dazu gibts eine Abschiedstour im April und Mai mit Abschlusskonzert in Hamburg.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?