Die Story: Ravn gehört ein dänisches Mittelstandsunternehmen, das im IT-Bereich tätig ist. Weil er von seinen Angestellten aber nicht für unpopuläre Entscheidungen verantwortlich gemacht werden will, hat Ravn einfach einen imaginären Oberboss erfunden, dem er jegliche Schuld in die Schuhe schiebt und der nie persönlich auftaucht. Als die Firma an einen isländischen Investor verkauft werden soll, muss der "Boss Of It All" die Verträge jedoch höchstpersönlich unterschreiben. Deshalb engagiert Ravn den Schauspieler Kristoffer, der bis zur Vertragsunterzeichnung in die Rolle des mysteriösen Unternehmenschefs schlüpfen soll ¼
Die Schauspieler: Genau wie die gekünstelte Inszenierung wirkt auch das Spiel der Darsteller wenig natürlich und arg theatralisch.
Der Regisseur: Lars von Trier zählte Mitte der 1990er Jahre zu den Mitbegründern von "Dogma", jener aus Dänemark stammenden Kinobewegung, die technische Raffinessen wie künstliches Licht oder Filmmusik verdammte und als Revolution gefeiert wurde. Später gab von Trier dann freimütig zu, dass es sich bei der ganzen Angelegenheit in erster Linie um einen Publicitygag zur besseren Vermarktung günstig produzierter Filme handelte. Auch diesmal greift der Regisseur wieder tief in die Trickkiste: So wendet er sich etwa in der Manier eines DVD-Audiokommentars aus dem Off immer wieder direkt an den Zuschauer, um diesem den Film und die Inszenierung zu erklären. Außerdem hat er ein Verfahren namens "Automavision" entwickelt, bei dem die Bildausschnitte von einem Computer per Zufall ausgewählt werden, wodurch die Aufnahmen noch künstlicher wirken. Ob diese fragwürdigen Errungenschaften außer einem puren Selbstzweck noch anderen Zielen dienen, darf ernsthaft bezweifelt werden.
Fazit: Kapitalismuskritische Komödie, die von der planlosen Experimentierwut ihres Regisseurs gnadenlos ausgebremst wird.