Fast 20 Stunden hat Alex Silvas Trip von São Paulo (Brasilien) nach Belek (Türkei) gedauert. Trotzdem stand der Brasilianer schon gestern Morgen wieder auf dem Trainingsplatz. Der Abwehrrecke ist heiß auf sein Comeback, lieber heute als morgen will er ins Mannschaftstraining beim HSV einsteigen.
"Schon in Brasilien habe ich zwei Einheiten beim Zweitligisten Bragantinho mitgemacht. Ich habe die Zeit bei der Familie genossen, fühle mich gut und bin jetzt bereit, beim HSV wieder voll einzusteigen", verrät der 24-Jährige, der sich im Sommer im ersten Testspiel der Saison das Kreuzband gerissen hatte.
Im Trainingslager ging er gestern zusammen mit Athletik-Coach Markus Günther auf den Platz. Die Mannschaft trainierte ohne ihn. Denn ganz so weit ist der Sambakicker wohl doch noch nicht. "Wir haben eine erste Untersuchung gemacht und sein Knie scheint so weit in Ordnung zu sein. Muskulär fehlt aber noch etwas. Er ist weiter in der Reha. Wir werden sehen, wann er wieder voll einsteigen kann", sagt Labbadia. Einen genauen Zeitplan gibt es nicht. Klar ist, Silva fällt es schwer, die verordnete "Einzelhaft" zu ertragen.
Schließlich hat er auch die Teilnahme mit seinem Heimatland bei der Weltmeisterschaft in Südafrika ("Das bleibt mein Traum") noch nicht aus den Augen verloren.