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CLEO VAN EDEN (28)

Mein Leben als Edel-Hure

Cleo van Eden

Sie ist ganz bürgerlich in Norderstedt aufgewachsen, hat in Poppenbüttel Abi gemacht, an der Wirtschaftsakademie BWL studiert. Sie hatte einen lukrativen Job im Management einer Hamburger Gabelstaplerfirma, doch die junge Frau mit dem Künstlernamen "Cleo van Eden" (28) entschied sich für die Prostitution, schrieb darüber ein Buch.



MOPO-Redakteurin Stephanie Lamprecht sprach mit ihr über das "erste Mal" mit einem Freier, über Treue und warum sie sich nie die Brüste vergrößern würde.



MOPO: Frau van Eden, Sie haben ein BWL-Studium, hatten einen guten Job, wieso haben Sie das alles aufgegeben?



Cleo van Eden: Ich habe während des Studiums sehr viel gefeiert, brauchte viel Geld. Und dann habe ich 2004 den Escort-Service entdeckt. Erst wollte ich ohne Sex, aber das funktioniert nicht. Das habe ich während des Studiums drei, viel Mal im Monat gemacht. Ab 2007 habe ich morgens im Büro gearbeitet und abends als Prostituierte im Apartment. Da habe ich vier Mal so viel verdient wie in meinem normalen Job, und nach kurzer Zeit habe ich entschieden: Das ist genau das Richtige für mich.



MOPO: Erinnern Sie sich an das erste Mal?



Cleo: Das war sehr, sehr merkwürdig. Für den Freier war es auch das erste Mal und wir waren beide sehr aufgeregt. Danach habe ich mich fast ein bisschen schmutzig gefühlt. Aber nur, weil ich dachte, was jetzt wohl andere von mir denken.



MOPO: Ihre Familie hat sich von Ihnen abgewendet.



Cleo: Mein Papa ist Türke, immer tolerant und modern gewesen. Deshalb hat es mich so enttäuscht, dass er bei seiner eigenen Tochter so hart reagiert. Meine Oma hat mir einen bösen Brief geschrieben, voller Vorwürfe. Mittlerweile denke ich, dass sie mich so akzeptieren sollen, wie ich bin.



MOPO: Was macht denn eine Hure zur Edel-Hure?



Cleo: Ich verkaufe mich nicht billig, ich habe Niveau. Zum Beispiel zeige ich auf meiner Internetseite keine Oben-ohne-Fotos. Meine Texte in den Anzeigen sind auch nicht so versaut. Und ich arbeite nur in gepflegten Etablissements.



MOPO: Nicht billig, das heißt?



Cleo: Im V.I.P.-Club kostet eine Stunde mit mir 250 Euro. Da muss man aber auch schon 50 Euro Eintritt zahlen.



MOPO: Nutzt Ihr Studium Ihnen im Bordell?



Cleo: Auf jeden Fall. Die Männer wollen sich ja auch unterhalten.



MOPO: Hat sich schon mal ein Freier in Sie verliebt?



Cleo: Schwärmereien schon, aber meine Stammgäste wissen ja, dass ich privat vergeben bin.



MOPO: Ist Ihr Freund auch aus der Branche?



Cleo: Nein, der ist Beamter. Muskulös, ein bisschen Macho, da steht ich drauf. Wir sind jetzt schon zwei Jahre zusammen.



MOPO: Unterstützt er Sie?



Name: Ja, ich drehe seit einem Jahr Videos für verschiedene Portale, und die, auf denen ich ungeschützten Geschlechtsverkehr habe, die habe ich mit meinem Freund gedreht.



MOPO: Ein Beamter in Pornos?



Cleo: Sein Gesicht ist in den Videos natürlich nicht zu sehen.



MOPO: Wollen Sie Kindern?



Cleo: Definitiv. In zwei, drei Jahren beginnt die Familienplanung. Wenn ich die Pille absetze, will ich aber nur noch als Domina arbeiten, sonst wäre mir das zu riskant. Ich würde mir auch keinen Riesen-Silikonbusen zulegen. Ich will nicht irgendwann beim Elternabend sitzen und jeder weiß sofort, was ich mache.



MOPO: Was sind Ihre Träume?



Cleo: Ich lege jetzt viel Geld auf die hohe Kante, um mal einen eigenen Club aufzumachen. Dann will ich aber hinterm Tresen stehen, nicht davor.

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Datum:  26.10.2010
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