„Dieser Auftrag ist eine große Herausforderung, der ich mit Leidenschaft, Engagement und Herzblut aber auch mit dem notwendigen Respekt vor dieser Aufgabe stellen möchte“, sagte der bullige Innensenator gestern im Rathaus. Doch wie tickt unser neuer Bürgermeister?
Bislang hat er sich vor allem als harter Innenpolitiker einen Namen gemacht. Dabei kam Ahlhaus eher durch Zufall in dieses Politikfeld Eigentlich wollte er Stadtentwicklung machen – aber der Posten in der Fraktion war besetzt. Dafür brauchte man dringend jemanden für die Innenpolitik.
Ahlhaus füllte die Lücke schnell. Er fand Gefallen an markigen Worten für einen starken Staat und glückseligen CDU-Anhängern, die endlich wieder jemanden hatten, der den eigenen Markenkern vertrat.
Und er hatte Erfolg: In Windeseile wurde er erst Staatsrat und 2008, mit nur 38 Jahren, Senator. Hier fiel ihm die Aufgabe zu, als rechtes Pendant zum liberalen Koalitionspartner die eigenen Anhänger bei der Stange zu halten. Ahlhaus profilierte sich als kompromissloser Law-and-Order-Mann mit einem großen Herzen für die Wünsche der Polizei.
Als ihm klar wurde, dass er Chancen auf das Bürgermeisteramt hat, legte er den Schalter aber ebenso schnell wieder um. Zuletzt musste man ihn geradezu drängen, etwa im Fall des Messerstechers Elias A. klare Worte für die Versäumnisse der Justiz zu finden. In der Bürgerschaft hielt Ahlhaus auf einmal einfühlsame Reden über die Ängste junger Migranten.
Damit drängte sich der Eindruck auf, dass das Haudrauf-Gehabe nur Taktik war – und Ahlhaus ein Schaf im Wolfspelz. Ein Politiker, der nicht seiner Überzeugung, sondern dem Bedarf folgt.
Mit kühler Strategie hat Ahlhaus sich auch seinen Posten als Kronprinz von Ole von Beust (CDU) gesichert. Zuerst brachte er CDU-Landeschef Frank Schira hinter sich, dann die Kreisvorsitzenden. Nun muss er beweisen, dass er auch die Lücke von Ole von Beust füllen und der neue Vater von schwarz-grün sein kann. (mn/hei/pin)
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?