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Hamburgs große Schach-Schlacht

Konzentriert zieht Ikupilika Mwakalambo seinen letzten Bauern übers Feld und setzt den Gegner schachmatt. Seinem Team hat er damit zum Sieg verholfen. Gestern traten im CCH mehr als 2500 Schüler beim traditionsreichen Schachturnier "Rechtes Alsterufer gegen linkes Alsterufer" gegeneinander an. Sieger war am Ende das rechte Alsterufer. In diesem Jahr feiert Europas größtes Schülerschachturnier seinen 50. Geburtstag.



"Die haben wir eiskalt abgezogen", freut sich Ikupilika Mwakalambo. Der 18-Jährige aus Winterhude ist Mannschaftsführer des achtköpfigen Teams "Johanneum III" (rechtes Alsterufer). Mit einem Punkt Vorsprung haben die soeben gegen die Mannschaft des Matthias-Claudius-Gymnasiums aus Wandsbek gewonnen.



"Schach in Hamburg ist die Schulsportart schlechthin und absolut hip" erklärt Björn Lengwenus, Schulleiter der Ganztagsschule Fraenkelstraße. "Das beweist schon allein die Tatsache, dass im Jahr der Mathematik die Grundschule Genslerstraße eine Stunde Mathe gegen eine Stunde Schach eintauscht."



Mwakalambo sieht das etwas anders. Zwar hat er gerade gewonnen, aber das Brettspiel findet er nur mäßig spannend. "Zu Hause schnappe ich mir lieber meine Gitarre und schreibe Songs", erzählt er.



Tim Schütt (7) aus Bergedorf ist das erste Mal dabei und gerade mal zwei Jahre älter als die jüngste Teilnehmerin. Zwar hat er mit seinem Team verloren, aber nächstes Jahr will er wieder antreten: "Es hat Spaß gemacht", so der Zweitklässler. "Schach mag ich fast schon lieber als Handball!"

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Datum:  6.3.2008
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