Der "Zerstörer" hat seine Sekundanten geschickt. Defensiv-Spezialist Lorik Cana (25) von Olympique Marseille, in Frankreich "Le Destroyer" genannt, soll kommen. Und die Sache kommt ins Rollen. Agim, der Vater des albanischen Nationalspielers, war jedenfalls schon mal in Hamburg, saß gemeinsam mit Sportchef Dietmar Beiersdorfer am Verhandlungstisch im "Gastwerk".
In dem Bahrenfelder Hotel wurde schon so mancher HSV-Deal erfolgreich abgeschlossen. Cana allerdings ist `ne ziemlich harte Nuss. Der Kapitän von "OM" hat weitere lukrative Offerten auf dem Tisch liegen, zudem will Marseille den Abräumer nicht für weniger als zehn Millionen Euro gehen lassen -°eine Menge Holz. Aber für Labbadias bevorzugtes System (4-1-3-2) braucht der HSV einen starken Sechser, einen dominanten Abräumer vor der Abwehrkette.
Eine Ausleihe von Rafael van der Vaart (geisterte als Planspiel durch die Vorstands-Etage) müssen die Hamburger Bosse sich wohl abschminken. Der "Maestro" hatte bei Real Madrid in seiner ersten Saison zwar wenig zu melden, will aber weiter kämpfen. Rafas Trumpfkarte ist der neue Coach - Manuel Pellegrini. "Sein Ex-Klub Villareal wollte mich zwei Mal haben, als ich noch beim HSV gespielt habe", verrät van der Vaart, der nur zu gern im neuen Super-Starensemble der "Galaktischen reloaded" mitmischen will. "Man würde sich ja selbst schaden, wenn man nicht versuchen würde, in dieses Team zu kommen", sagt der 26-jährige Regisseur, "ich mache mir erst Gedanken, wenn das Management mir ganz klar sagt, dass ich gehen muss." Frühestens nach der Vorrunde könnten die Hoffnungen der Hamburger wieder aufkeimen, denn van der Vaart will zur WM nach Südafrika. Dafür muss er im Verein regelmäßig spielen. Der Oranje-Star: "Im Winter sind es noch sechs Monate bis zur WM. Da kann man immer noch mal schauen."