Den Wolfsburgern geht ganz offenbar schon mächtig die Düse. Anders ist es wohl kaum zu erklären, dass die VfL-Verantwortlichen den Hamburger Anhängern alles verboten haben, was einen Tag in der Fankurve zu einer spaßigen Veranstaltung werden lässt. "Wir dürfen Digitalkameras mitnehmen", sagt der HSV-Fanbeauftragte René Koch, "sonst nichts."
Die Wolfsburger sind noch immer genervt von dem (gewiss nicht unamüsanten) Spruchband aus der Vorsaison: "Mehr Erfolge als euer Scheißdorf Einwohner hat". Koch: "Das kam natürlich nicht so gut an." Als Konsequenz untersagten die Wolfsburger ihren Gäste-Fans sämtliche Fahnen, Trommeln und auch das obligate Megafon von Aufsichtsratskandidat und Chef-Einpeitscher Jojo Liebnau. "Humorlos", findet Frank Rost und bezieht auf seiner Homepage klar Stellung gegen die lachhafte Maßnahme. "Schade, dass manchen Menschen einfach der Humor fehlt, trotzdem zu lachen. Manchmal kann man sich selbst auch einfach zu ernst nehmen", schreibt der Keeper und appelliert an die Fans: "Wir sind sicher, dass ihr uns trotzdem hervorragend supporten werdet." Davon ist auszugehen. Knapp 6000 Hamburger machen sich morgen auf den Weg nach Wolfsburg - mit einer klaren Leitlinie: "Sie können uns Gegenstände verbieten, aber sicher nicht die Stimme", sagt Koch und verspricht: "Wir werden die Jungs noch enthusiastischer anfeuern."