Sie werden einen Teufel tun und in Gejammer verfallen. Doch es sind keine rosigen Aussichten, die den HSV heute zu seinem vorletzten Test nach Rostock begleiten. Während die Konkurrenten drauf und dran sind, ihre Wunschformationen zu finden, zählt Thomas Doll seine Sorgen. Auf zehn Profis muss der Trainer heute (18.30 Uhr) verzichten. Und das elf Tage vor dem Rückrundenstart in Bielefeld (27. Januar). Es sind holprige Pfade, die dem HSV in der Vorbereitung als Wege zum Ziel dienen.
De Jong, Demel, Sorin, Wicky, Guerrero, Trochowski, Atouba, Lauth, Kompany, Fillinger - die Liste derer, die heute pausieren, erinnert an die miesen Zeiten der Vorrunde. Mit einer eingespielten Stammelf wollte der HSV den Abstiegskampf aufnehmen. Doch davon wird aller Voraussicht nach keine Rede sein können.
Die größten Sorgen bereitet Nigel de Jong. Nachdem sich im operierten Knie erneut Flüssigkeiten bildeten, ist Vorsicht geboten. Das gestrige Passtraining absolvierte der Niederländer zwar, wann er aber komplett einsteigt, ist offen.
Ernsthaft rechnet Doll für Bielefeld nur mit Juan Pablo Sorin und Guy Demel. Das Duo trainierte gestern erstmals mit dem Team, "nach Möglichkeit sollen sie Sonnabend gegen Bayern spielen, wie lange auch immer", bekennt der Trainer. Gegen die Arminia müssten beide dennoch fast ohne Spielpraxis auflaufen - ein riskantes Unterfangen.
Hoffnung macht Piotr Trochowski, der sich im Lauftraining befindet. Raphael Wicky soll in einigen Tagen voll einsteigen. "Insgesamt", so Doll, "halte ich mich mit Prognosen zurück." Das Ziel, in elf Tagen auf ein eingespieltes Team setzen zu können, ist indes in weite Ferne gerückt.
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