Da steht er auf der Bühne, wie immer im schwarzen Anzug mit rotem Einstecktuch, tanzt ein paar ungelenke Schritte, singt „d’rum erwarte dir nicht zu viel von mir“.
Und es könnte kokett klingen von einem wie ihm, vom großen Udo Jürgens, der an diesem Freitagabend „schon zum 134. Mal“ hier in Hamburg auftritt. Der es schon zum zweiten Mal in diesem Jahr „in dieses riesige Ding“, in die fast ausverkaufte Color Line Arena, geschafft hat.
Aber kokett ist er eben nicht, dieser Veteran des Entertainments. Nein, Jürgens buhlt auch mit 75 Jahren noch ganz offen um die Liebe seiner Fans:
Fliegt über die Klaviertasten, küsst galant die „gnädige Frau“ auf die glühenden Wangen, die ihm schüchtern rote Rosen reicht.
Und dafür darf man ihn lieben - auch wenn viele Lieder des neuen Albums „Einfach Ich“ zu süßlich und pathetisch sind: Wie er sich sehnt nach dieser Zuneigung, wie er die Herzen fängt. Weil er alles gibt. Auch an diesem Abend. Wie erwartet.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?