Erster Eklat durch die Linke! Christiane Schneider setzte den Dalai Lama indirekt mit Irans Obermullah Ayatollah Chomeini gleich.
Aufs Schärfste verurteilten SPD, GAL und CDU gestern China und forderten "uneingeschränkte Solidarität" mit Tibet. Schneider mahnte dagegen, die religiösen Führer Tibets und der Dalai Lama "müssen sich die Frage stellen lassen, welchen Kurs sie bei der Modernisierung steuern". Denn: "Die Weltgesellschaft hat keine guten Erfahrungen mit religiösen Führern gemacht, wie zum Beispiel Chomeini." Das "verschlägt mir die Sprache", schimpfte GALier Christian Maass: "Sie machen Opfer zu Tätern und Täter zu Opfern!"
Für Gelächter sorgte Schneiders Parteifreund Mehmet Yildiz. In seiner ersten Rede begrüßte er die Abgeordneten mit: "Liebe Genossinnen und Genossen!" Bürgerschaftspräsident Röder: "Herr Yildiz, wir begrüßen uns so nicht." (mn)