Jeder kennt das: Nach längerer Abwesenheit ist der Anrufbeantworter zugequatscht. Doch das kennt keiner: Auf dem Band kündigt der Messias sein Kommen an. Ausgerechnet bei zwei mittelmäßigen, erfolglosen Musikern, die schon genug Probleme hatten, bevor sie vom Allmächtigen dazu auserwählt wurden, die Welt zu retten. "Waldo und Schmerl" heißt das frustrierte Duo, seit über 20 Jahren durch gemeinsames Musizieren und Wohnen miteinander verhakt. Schabbat wollen sie noch einmal zusammen zelebrieren, danach sollen sich ihre Wege trennen. Doch dann klingelt es tatsächlich an der Tür, wie telefonisch angekündigt...
Mit der Komödie "Waldo und Schmerl" machte das jüdische Theater Schachar von Daniel Haw 1998 in Hamburg erstmals auf sich aufmerksam. Aberwitzige Dialoge, hintergründiger Humor und die Fähigkeit, jüdische Eigenheiten liebevoll auf die Schippe zu nehmen, zeichnen Haws zweistündiges Zwei-Mann-Stück aus. Und Dieter Schmitt und Wilfried Lehmann geben als selbstgefälliger Waldo und hadernder Schmerl ein wunderbar seltsames Paar ab.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?