Ralf Rangnick hat schon mal vorgebaut. "Einer Sensation" käme ein Erfolg seiner Hoffenheimer am Dienstag in Bremen gleich, sagte der 1899-Trainer vor dem Viertelfinal-Duell im DFB-Pokal an der Weser. "Wir waren bei der Auslosung schon Außenseiter, jetzt sind wir krasser Außenseiter." Macht sich da jemand kleiner, als er ist?
Rangnicks Pendant Thomas Schaaf hält nichts davon, sich einlullen zu lassen. Werder, in der Bundesliga weit hinter den eigenen Erwartungen zurück, setzt einmal mehr auf den Pokal, um sich das internationale Geschäft zu sichern. Klar, Bremen ist favorisiert. Doch die Ausfälle der Hoffenheimer Leistungsträger Beck, Simunic und Obasi sieht Schaaf noch längst nicht als Garantie für den Sprung ins Halbfinale. "Wir haben auch Verletzte", konterte er Rangnicks Understatement, ehe er eine gute Nachricht zu vermelden hatte: Claudio Pizarro wird trotz Nackenschmerzen wohl dabei sein.
Der Druck liegt in jedem Fall bei Werder. Enttäuschend in der Liga, stark im Pokal. Nur wenn es so weitergeht, werden sich Schaafs Kritiker weiterhin zurückhalten.