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BRAMFELD

NPDler verprügeln Familienvater

Nach der Prügelei am NPD-Infostand (MOPO berichtete), haben Rechtsradikale schon wieder zugeschlagen. Sie verprügelten Sonnabendvormittag einen farbigen Briten (46) an der Bramfelder Chaussee - weil er ihren Flyer nicht haben wollte.



Der Mann, der in Hamburg lebt, stand mit seiner Ehefrau und seinem vierjährigen Sohn an einem Bäckereistand. Neben ihm Marius E. (20), Marco N. (33) und Michael A. (43). Die NPD-Anhänger verteilten Flyer an die Passanten. Auch dem 46-Jährigen drückten sie einen Zettel in die Hand.



Als der Mann das Flugblatt zerriss, brach eine Diskussion los. Kurz darauf griffen die drei Rechtsradikalen den Mann an. Sie drückten ihn gegen die Glasscheibe des Standes und der 20-Jährige schlug dem Familienvater mehrfach mit der Faust gegen den Oberkörper - vor den Augen des kleinen Sohnes. Nachdem der 33-Jährige dem Briten Pfefferspray in die Augen gesprüht hatte, flüchteten die Täter. Etliche Passanten wurden Zeugen des brutalen Angriffs. Sie alarmierten die Polizei.



Am Bramfelder Dorfplatz stoppten die Beamten eine Gruppe von Rechtsradikalen. Treffer! Auch die drei Schläger, die alle polizeibekannt sind, waren dabei. Jedoch wurden sie nach der Personalienfeststellung wieder entlassen. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung nun übernommen und bittet Zeugen, sich unter Tel. 428656789 zu melden.



Unterdessen konnte das Opfer das Krankenhaus wieder verlassen.



Genau eine Woche zuvor hatten NPD-Anhänger an einem Infostand an der Fuhlsbüttler Straße in Barmbek eine 43-Jährige verprügelt. Sie erlitt eine Gehirnerschütterung und Prellungen.

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Datum:  25.8.2009
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