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Rang de Basanti - Die Farbe Safran

Die Story: Die junge britische Journalistin Sue möchte in Delhi einen Film über die indische Unabhängigkeitsbewegung der 30er Jahre drehen. Junge Laiendarsteller sollen die Rollen der legendären Rebellen übernehmen, doch die hedonistischen Party-Studenten haben mit Idealismus und Engagement nichts am Hut. Erst ein erschütterndes Ereignis reißt sie aus ihrer politischen Lethargie - und ihr eigenes Leben verschmilzt immer mehr mit der Geschichte der damaligen Revoluzzer ...



Die Schauspieler: Aamir Khan, der sich seit Jahren mit Shah Rukh Khan den Bollywood-Thron teilt und bei uns vor allem durch die Cricket-Tragikomödie "Lagaan" berühmt wurde, ist mit 40 Jahren eigentlich schon zu alt für einen Studenten, bewältigt die Rolle jedoch spielend mit gewohntem Charisma. Er führt eine Reihe von schnuckeligen, allesamt überzeugenden, bei uns noch völlig unbekannten indischen Nachwuchsdarstellern an. Für die größte Überraschung sorgt die englische TV- und Theaterschauspielerin Alice Patten, Tochter des letzten Gouverneurs von Hongkong, mit ihrer erfrischenden Verkörperung der Sue.



Der Regisseur: Es beginnt als locker-flockiges Porträt der indischen SMS-Generation ("Alles über vier Zeilen ist schon ein Vortrag!") und endet als provokatives politisches Pamphlet: Der renommierte indische Regisseur und Produzent Rakeysh Omprakash Mehra präsentiert eine explosive Kampfansage im Gewand eines modernen Bollywoodfilms. Sein kantiger, flott und lebendig inszenierter Film ist trotz des mitreißenden Soundtracks von Indiens Filmmusik-König A. R. Rahman alles andere als eine der harmlosen, eskapistischen Liebesschnulzen, die für das Bollywood-Kino typisch sind. Dass er eine Zeit lang braucht, um ordentlich in die Gänge zu kommen, und dass er mit der moralischen Rechtfertigung von Terrorakten übers Ziel hinausschießt, verzeiht man dem außergewöhnlichen Film gern: ein wütender Aufruf zum zivilen Ungehorsam, der den Zuschauer sprachlos macht.



Fazit: Das hat die Welt noch nicht gesehen: eine anarchistische Bombe, getarnt als schwungvolles

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Datum:  29.6.2006
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Thomas Hirschbiegel

Aufschriften auf Firmenwagen sind immer wieder ein ergötzliches Thema. Jetzt stand ich am Eimsbütteler Markt hinter einem Transporter, auf dem stand: „Vor Ihnen fahren die Maler mit Freude am Beruf.“