Die Worte von Joachim Löw dürften Balsam für seine Seele gewesen sein. "Jerome Boateng hatten wir schon vor der WM im Auge, als er bei Hertha in der A-Jugend gespielt hat. Er hat hervorragende Anlagen, um ein richtig Guter zu werden. Ich sehe ihn in der Innenverteidigung. Er wird von uns intensiv beobachtet", so der Bundestrainer in der MOPO. Die Zukunft gehört dem 20-Jährigen. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Dass er schwer und schmerzhaft sein kann, erlebte Boateng in der zurückliegenden Woche.
Im DFB-Pokal gegen Bremen machte der Defensiv-Mann ein starkes Spiel, bevor ihm als zweiter Schütze im Elfmeterschießen die Nerven versagten. Er stand wieder auf. Lieferte gegen Dortmund eine vernünftige Partie ab und patzte am Ende doch zwei Mal entscheidend. Erst ließ er Kehl vor dem Gegentor entwischen. Mit einem Handspiel holte er sich wenig später auch noch die fünfte Gelbe Karte ab und ist damit am Sonntag gegen Berlin gesperrt. Härter kann es kaum kommen. Bleibt zu hoffen, dass ihn die Erfahrung am Ende nur noch stärker macht.