Er verabschiedete sich mit gemischten Gefühlen, als Pendler zwischen Spielfeld und Ersatzbank. Zurückkehren wird Jerome Boateng (20) womöglich als U21-Europameister, in jedem Fall mit reichlich Lorbeeren. Der Defensivmann ist in aller Munde - auch international. Nach einem Bericht der "Gazzetta dello Sport" streckt nun sogar Inter Mailand die Fühler nach ihm aus. Beim HSV weiß man davon nichts, "bei uns hat sich niemand von Inter gemeldet", so Pressesprecher Jörn Wolf. Und dennoch: Boatengs Welt hat sich verändert. In der MOPO spricht er über ...
... die Gerüchte um Inter: "Ich habe das im Videotext gelesen und kann es nicht kommentieren. Unabhängig davon habe ich von ein paar Dingen gehört. Mein Berater unterrichtet mich nach der EM. Aber ich habe ja schon einen sehr guten Klub."
... seine Zukunft in Hamburg: "Hätten wir noch denselben Trainer, hätte ich weggewollt. Martin Jol mochte mich nicht. Das habe ich zu spüren bekommen. Aber jetzt sehe ich meine Zukunft beim HSV."
... seine Rolle als Innenverteidiger: "Ich würde sie in Zukunft auch gern beim HSV besetzen. Dass es bei der EM so toll läuft, liegt auch daran, dass ich beim DFB schon immer das volle Vertrauen gespürt habe - egal unter welchem Trainer. Diese Unterstützung wünsche ich mir für die Zukunft auch in Hamburg. Da ist noch Luft nach oben."
... mögliche Zugänge: "Mir ist es egal, wer käme. Angst habe ich vor niemandem."
... die Trennung von Dietmar Beiersdorfer: "Ich kann es nicht verstehen, es tut mir sehr leid für Didi. Er hat mich geholt und war derjenige, auf den ich mich immer verlassen konnte. Ich kenne die Umstände der Trennung nicht genau. Aber es ist mir unbegreiflich, wie sich der HSV von so einem Mann trennen konnte."