Während die Linkspartei von einem "unerträglichen" Vorgang spricht, betont die GAL, dass die Polizei nun für Aufklärung sorgen müsse.
Es geschah am NPD-Stand an der Blankeneser Bahnhofstraße am vergangenen Sonnabend. Rund 15 Linke sollen versucht haben, den Stand zu stürmen. Die Beamten - so Augenzeugen - gingen auf die Protestler und auch gegen unbeteiligte Anwohner los.
Zwei Männer wurden durch Pfefferspray und den Biss eines Polizeihundes verletzt. Gegen die Beamten wurde Anzeige erstattet, das Dezernat Interne Ermittlungen prüft nun die Vorwürfe. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Körperverletzung im Amt.
Antje Möller, innenpolitische Sprecherin der GAL, meint: "Man muss sich fragen, ob bei einer so geringen Menge von Menschen, die sich im Streit gegenüberstanden, ein solch massiver Einsatz nötig war. Die Polizei muss für Aufklärung sorgen."
Für die Linkspartei ist die Sache klar: "Es ist unerträglich, dass die Neonazis von der NPD hinter dem Rücken der Polizei auf Antifaschisten einprügeln und die Polizei ihre Hunde auf friedliche Menschen hetzt", so die Abgeordnete Christiane Schneider. Dampf aus der Diskussion möchte die CDU nehmen. Für sie ist wichtig, "dass wir ein rechtsstaatliches Verfahren haben und die Vorfälle gründlich geprüft werden", meint CDUler Kai Voet von Vormizeele. (pin)