Versuchter Totschlag, gefährliche Körperverletzung, Schlägereien - seit 2005 hat die Polizei immer wieder gegen Ali K. (22) ermittelt. Nun sitzt der Türke, der 2008 eine Frau auf S-Bahngleise schubste, in Haft. Der Vorwurf: Er soll in Billstedt ein Mädchen (17) verprügelt und vergewaltigt haben.
Die ganze Nacht hatte Ali K. in einer Wohnung am Mehrenskamp mit dem Mieter (20) und der 17-Jährigen Alkohol getrunken. Der Türke wurde aggressiv, bedrängte die Jugendliche. Als der Mieter das Zimmer verließ, zerrte Ali K. die 17-Jährige aufs Bett und vergewaltigte sie. Wenig später kam der Mieter ins Zimmer, doch der Gewalttäter warf ihn raus. Als er ein zweites Mal den Raum betrat, konnte die junge Frau fliehen.
Inzwischen hatten Nachbarn aufgrund des Lärms die Polizei gerufen. Als die Beamten gegen 5 Uhr eintrafen, stießen sie auf die drei Personen aus der Wohnung, die sich auf der Straße stritten. Die Beamten nahmen Ali K. fest und ließen das Opfer in eine Klinik bringen. Die 17-Jährige war von dem Täter brutal ins Gesicht geschlagen worden. Ein Richter erließ Haftbefehl gegen Ali K.
Er hatte bereits im Oktober 2008 für Schlagzeilen gesorgt. Nachts stieß er im S-Bahnhof Reeperbahn eine 22-Jährige auf die Gleise. Sie erlitt Platzwunden und Prellungen, konnte von Freundinnen aus dem Gleis gezogen werden, bevor die Bahn anrollte. Ali K. war aggressiv, weil er kurz zuvor von Polizisten nach einem Überfall auf einen Passanten an der Reeperbahn gefasst worden war. Aus Frust darüber griff er die Frau im Bahnhof an.