Von außen sieht sie aus wie eine ganz gewöhnliche Lagerhalle: kastig und ein wenig langweilig. Was sich im Billbrookdeich 307 verbirgt, gibt das Gebäude äußerlich nicht preis. Wer jedoch zur Tür hineintritt, wähnt sich im fernen Asien - die "Vietnamesisch Buddhistische Gemeinschaft Hamburg" hat das Haus zu ihrem neuen Zentrum umgebaut. Am Sonnabend wird die Pagode offiziell eingeweiht.
Eine meterhoher Buddha-Statue dominiert den großen Saal, davor ein prachtvoll geschnitzter Altarschrank, überall frische Blumen - ein bunter Kontrast zu dem schlichten Äußeren. Seit März haben die Gemeindemitglieder an der neuen Pagode gewerkelt. Im alten Gemeindezentrum am Schiffbeker Weg (Billstedt) war es zu eng geworden, denn mittlerweile hat die Pagode "Beo Quang" 3500 Mitglieder. Insgesamt leben in Hamburg etwa 8000 Menschen, die aus Vietnam stammen.
"Wir werden in der Pagode unter anderem Seminare zum Thema Buddhismus abhalten, Jugendgruppen treffen sich hier, und es gibt Vietnamesisch-Unterricht für Kinder", sagt Dam Nghiem (34), die den Umzug organisiert hat. Mit Blick auf die hellblauen Wänden sagt die Nonne: "Die Pagode unterscheidet sich sehr von denen in meiner Heimat, die meist aus Holz und dunkel sind."
Zur Eröffnung werden etwa 1000 Gäste erwartet, darunter Markus Schreiber, Chef des Bezirks Mitte.