Das ist bitter für ihn: Wie eine heiße Kartoffel lässt die FDP plötzlich ihren dicken Demo-Buddy Walter Scheuerl von der Initiative "Wir wollen lernen" fallen. Sie fordert ihn auf, die Hände von der Leitung des Volksbegehrens zu lassen.
Hintergrund ist Scheuerls Entgleisung in einer E-Mail (MOPO berichtete). Er hatte die Hamburger Bildungsreform in die Tradition von Nazi-Pädagogik gestellt. Pikant: Noch zwei Tage nach Scheuerls Entgleisung saßen Burkhardt Müller-Sönksen und Sylvia Canel (beide FDP) am Mittwoch scherzend in der Bürgerschaftssitzung neben Scheuerl auf der Tribüne. Scheuerl (er arbeitet als Anwalt für die Kanzlei Graf von Westphalen) selbst entschuldigte sich gestern - drei Tage nach der geschmacklosen Äußerung. Er erklärt seinen Ausrutscher mit der "Hektik der Ereignisse" im Zuge der Verabschiedung des Schulgesetzes.
Bereits im September hatte Walter Scheuerl sich bei einer Schulleiterin für eine unüberlegte Äußerung zu ihrem Gewicht entschuldigt. Er hatte sich im Elternforum im Internet über das Logo der Initiative "Pro Schulreform" mokiert. Dieses Bild einer Eule im Superman-Kostüm erinnere ihn an eine "übergewichtige Grundschulleiterin bzw. fette Eule, die sich in ein Superman-Latex-Kostüm zwängt, um einen der lukrativen Leitungsposten einer Primarschule zu ergattern."
Und im folgenden Text gab er dieser Eule den Namen einer Hamburger Schulleiterin, die sich seit Langem für die Schulreform starkmacht. Weil das für Empörung sorgte, entschuldigte er sich.
BU: Nach Nazi-Vergleich im Kreuzfeuer der Kritik: Walter Scheuerl von "Wir wollen lernen"
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?