Nicht nur im Gängeviertel brodelt es, sondern auch auf St. Pauli. Auch mit den Plänen des Investors für das Bernhard-Nocht-Quartier (Bernhard-Nocht-Straße, Erichstraße) sind Politiker und Anwohner nicht zufrieden. SPD und GAL in Mitte sind sich einig, dass die Bauherren Köhler und von Bargen Zugeständnisse machen müssen, um eine Baugenehmigung zu erhalten.
Zentraler Kritikpunkt ist der geplante Bau von 78 Eigentumswohnungen. "Wir wollen in dem Quartier Sozialwohnungen und günstigen Mietraum durchsetzen", betont Michael Osterburg von der GAL in Mitte. Der Anteil von geförderten neuen Mietwohnungen sollte auf St. Pauli möglichst hoch sein.
Das sieht auch Andy Grote, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: "Wir wollen nicht, dass dort der Neubau ausschließlich aus Eigentumswohnungen besteht." Die Politiker attestieren dem Investor aber, dass er sich bereits ein Stück bewegt habe.
Denn Köhler und von Bargen haben zugestanden, dass die bisherigen Mieter in den Häusern für die nächsten zehn Jahre keine Mieterhöhung bekommen. Die Häuser werden instand gesetzt (Dach, Fenster, Heizung) und auch neu vermietete Wohnungen kosten im Schnitt nicht mehr als 6,50 Euro pro Quadratmeter.
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