Herkömmliches Bauen heißt planen, koordinieren, kalkulieren und vielleicht noch selbst Hand anlegen. Aber wer hat schon Lust, seine Freizeit mit Bauaufgaben zu verschwenden? Kein Wunder, dass Fertighäuser einen deutlichen Anstieg verzeichnen konnten. Rund 15 Prozent machen sie bundesweit aus. In einigen Regionen wie Baden-Württemberg ist jedes vierte neu gebaute Familienheim ein Fertighaus. In Österreich beträgt der Anteil an Fertighäusern sogar 30 Prozent. Auch der Möbelriese Ikea ist auf den Trend aufgesprungen (siehe unten).
Das Fertighaus trägt seinen Namen, weil es aus vorgefertigten Bauelementen hergestellt wird. Dazu werden Elemente - also zum Beispiel komplette Wände - zuerst in den Werkhallen der Fertigbaufirmen vorproduziert. Auf der Baustelle können Sie dann in kürzester Zeit aufgebaut werden. Fertighäuser erfüllen aber noch viele andere Pluspunkte:
Preise werden eingehalten: Fertighäuser werden zum Festpreis garantiert, der mindestens zwölf Monate gilt. Dazu haben sich die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes deutscher Fertigbau (BDF) verpflichtet.
Fester Einzugstermin: Da das Haus bis ins Detail im Werk vorgefertigt wird, sind feste Einzugstermine bei Fertighäusern selbstverständlich. Die Produktionsbedingungen sind völlig wetterunabhängig. Die großformatigen Bauteile können bereits innerhalb einer Woche auf der Baustelle zur kompletten Haushülle montiert werden.
Garantierte Qualität: Es findet eine regelmäßige Kontrolle von Qualität und Ausführung beim Hausbau statt. Im Rahmen der Qualitiätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF) prüfen unabhängige Gutachter in den Werken der Mitgliedsunternehmen die verwendeten Produkte ebenso wie die Produktion der vorgefertigten Elemente.
Individuelle Planung: Der Fantasie des Häuslebauers sind beim Fertighaus keine Grenzen gesetzt. Gemeinsam mit dem Architekten des Bauunternehmens werden verschiedene Grundrisse durchgerechnet, die individuelle Raumgestaltung am Computer durchgespielt und architektonische Raffinessen wie Erker eingeplant.
Natürliche Rohstoffe: Zirka 85 Prozent aller Fertighäuser werden aus Holz hergestellt. "Als vollständig wiederverwertbares Material ist es nachhaltig im Sinne der Umwelt und dämmt hervorragend", erklärt Thomas Lenzinger, Chef vom Fertighaushersteller Griffner Haus. Solche Häuser seien Niedrigenergiehäuser. Allerdings gelingt dies nur mit einer geeigneten Wandkonstruktion. Beispielsweise mit Zellulose und Kork für die Wärmedämmung der Wände - diese Dämmstoffe halten die Wärme langfristig im Haus.
Design-Fertighäuser: Im Bereich Design-Fertighäuser setzt ganz klar das österreichische Unternehmen Griffner-Haus Maßstäbe. Bereist 1997 wurde von dem berühmten Mailänder Stararchitekten und Designer Matteo Thun das Griffner-Haus "O Sole Mio" entworfen. Das Design-Haus ist eine gelungene Symbiose der Materialien Holz und Glas. Das Ergebnis ist eine transparente, sonnendurchflutete Architektur mit südländischem Flair. Bis heute erfreut sich das Design-Fertighaus bei den Kunden großer Beliebtheit.
Preisvorteil: Fertighäuser bestechen nicht zuletzt durch den Preis. Für 100000 Euro ist ein solides Fertighaus schon zu bekommen.