Frankfurt/Main - In der Spitzelaffäre hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft die Führung der Deutschen Bank entlastet. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder in möglicherweise strafrechtlich relevante Aktivitäten einbezogen waren.
Das teilte die Behörde am Donnerstag mit. Entsprechend werde die Staatsanwaltschaft keine Ermittlungen aufnehmen. Namentlich nannten die Ermittler als entlastete Personen unter anderem Konzernchef Josef Ackermann und Chefaufseher Clemens Börsig.
Detektive sollen im Auftrag der Deutschen Bank mit unlauteren Methoden missliebige Aktionäre und eigenes Führungspersonal ausgespäht haben. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft gibt es hinreichende Anhaltspunkte, dass bei der Observierung gegen den Datenschutz verstoßen wurde. «Insoweit wurde ein Ermittlungsverfahren gegen die vermutlich dafür Verantwortlichen eingeleitet.» Die Deutsche Bank hatte bereits vor längerem den Leiter der Investor Relations und den Sicherheitschef entlassen.