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Ballern für die Königsklasse

Ein Sieg in Leverkusen - und der HSV ist wieder im Geschäft!

Jerome Boateng

Es sind die Wochen, die am Ende über Wohl und Wehe dieser Saison entscheiden dürften. Vieles steht auf dem Spiel. Das sorgt mitunter auch für gereizte Stimmung. Mladen Petric etwa reagierte etwas empfindlich, als er vor dem Abschlusstraining nach seinem körperlichen Befinden gefragt wurde. Der Angreifer, der vor zwei Wochen noch kundtat, dass er so gut wie nie schmerzfrei spielen würde, presste gerade noch ein missmutiges „Es geht mir gut“ hervor, ehe er sich abwendete und grußlos im Trainingstrakt verschwand. Bleibt zu hoffen, dass sich Petric seine Galligkeit bewahrt – denn nichts anderes ist heute in Leverkusen gefordert.



„In diesem Spiel geht es für uns um den Champions-League-Platz“, stellt Guy Demel klar. Ein Ziel, das durch den Schlingerkurs der vergangenen Monate fast außer Reichweite schien. Ab heute Abend könnte es wieder Thema werden. Ein Sieg würde den Abstand des HSV zu Leverkusen auf vier Punkte verringern. Nächste Woche bietet sich mit dem Hammer gegen Schalke dann die nächste Chance, zu den Top-Teams aufzuschließen.



„Nach diesen beiden Spielen wissen wir, was los ist“, weiß Marcell Jansen. „Danach können wir alles realistisch einschätzen.“ Das gilt insbesondere für den heutigen Abend. Mit dem Start ins letzte Saisonviertel wird der HSV wissen, wo er national steht.



An Rückenwind dürfte es nicht mangeln. Während Bayer nach drei sieglosen Spielen in Folge in seiner ersten Krise steckt, ist der HSV auf der Höhe. Mit Erfolgen gegen Hertha (1:0) und Anderlecht (3:1) begründeten die Hamburger die von Trainer Bruno Labbadia geforderte Siegesserie. Ballern sie heute weiter, winken zur neuen Serie Auftritte gegen Barcelona oder ManU.



Die letzte Ausfahrt Königsklasse. Es geht um Reputation, um garantierte Millionen-Einnahmen in zweistelliger Höhe – und um den nächsten Schritt. Das Selbstverständnis des HSV, aktuell 14. der UEFA-Rangliste, geht mittlerweile über das eines Europa-League-Teilnehmers hinaus. „Unser Anspruch ist die Champions League“, bekannte Petric jüngst. Robbt sich der HSV heute wieder an den edelsten Vereinswettbewerb der Welt heran, dürfte nicht nur die Laune des Kroaten sprunghaft steigen.

So will der HSV in Leverkusen spielen

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Bruno Labbadia bei Bayer Leverkusen

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Datum:  14.3.2010
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