Das wird die Profis des FC St. Pauli freuen: Cheftrainer André Trulsen, der mitten in seiner Ausbildung zum Erwerb der Fußball-Lehrer-Lizenz steckt, hat wichtige Erkenntnisse vermittelt bekommen. Dabei geht's um die Ausschüttung von leistungsfördernden Glückshormonen ...
... und die sind leicht zu erlangen, hat "Truller" in einem Referat von Sportmediziner Professor Heinz Liesen erfahren: "Er hat uns zum Beispiel erzählt, wie wichtig Sex für Fußballer ist." Dies sei schon vorm Spiel kein Problem. Überraschender fand der Coach zwei andere Tipps: "Die Jungs sollen nach dem Spiel ruhig mal ein paar Bier trinken und sich in der Disco durchaus mal gehen lassen."
Motto: Nur wer zwischendurch auf andere Gedanken kommt, kann dauerhaft Top-Leistungen abrufen. Trulsen: "Auch wir versuchen ja schon lange, die Spieler abzulenken." Als es in der Vorsaison auswärts nicht lief, ging's am Abend vorm Anpfiff mit der Mannschaft ins Kino. Truller: "Als die Burschen trotz des Abendessens große Popcorntüten kauften, waren Teamchef Holger Stanislawski und ich verunsichert. Doch wir sagten nichts. Schließlich gab's danach fast nur Siege ..."
Trulsen, der die Liesen-Thesen in die Arbeit mit den Kiez-Kickern einfließen lassen will, ist momentan total geschafft. Allerdings nicht, weil er dem vom Professor empfohlenen "Lotterleben" frönt: "Diese ständige Fahrerei von Hamburg nach Köln und zurück geht an die Substanz. Auf der Autobahn war ich nach dem Koblenz-Spiel so müde, dass ich auf einem Parkplatz bei Bremen erst mal eine Stunde gepennt habe."