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Umfrage: Mehrheit gegen Steuergelder für Opel

Frankfurt/Main - Die Mehrheit der Bundesbürger lehnt nach einer Umfrage staatliche Hilfen für den angeschlagenen Autobauer Opel ab. 66 Prozent sprachen sich dagegen aus, nur 28 Prozent sind dafür, wie die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der «Bild am Sonntag» ergab.

Vor der Insolvenz des Opel-Mutterkonzerns General Motors hatte Deutschland Opel einen Kredit von 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, der Ende des Monats ausläuft. Eigentlich war er als Brückenfinanzierung für einen Mehrheitsverkauf von Opel vorgesehen. Inzwischen hat General Motors aber entschieden, Opel doch zu behalten. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) äußerte sich skeptisch zu weiteren staatlichen Hilfen für Opel. Für die repräsentative Umfrage hatte Emnid vergangenen Donnerstag 502 Personen befragt.

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt forderte eine Gleichbehandlung von angeschlagenen Unternehmen durch den Staat. Sonderlösungen für Opel dürfe es nicht geben, sagte Hundt dem «Deutschlandfunk». Eine Vielzahl von mittelständischen Unternehmen sei von der Krise in gleichem Ausmaß getroffen worden. «Hier muss sichergestellt werden, dass große und kleinere und kleinste Unternehmen gleich behandelt werden.»

Auch im Fall Opel müsse erst geprüft werden, ob die Voraussetzungen für staatliche Unterstützung im Rahmen des Deutschlandfonds erfüllt seien. Da gebe es klare Kriterien, etwa aussichtsreiche Geschäftsmodelle für die Zukunft. Darüber hinaus halte er jede zusätzliche Hilfe oder Unterstützung für unberechtigt, betonte Hundt.

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Datum:  8.11.2009
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