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Chrysler schreibt weiter massive Verluste

Auburn Hills - Der US-Autohersteller Chrysler kommt nur langsam vorwärts. Auch nach Verlassen der Insolvenz im Sommer schreibt das Unternehmen tiefrote Zahlen. Unterm Strich summierte sich der Verlust von Juni bis Dezember auf 3,8 Milliarden Dollar. Vor allem ein Gesundheitsfonds für Pensionäre belastete das Ergebnis.

Im Schlussquartal 2009 alleine fiel ein Minus von 2,7 Milliarden Dollar an. Trotz aller Schwierigkeiten verbreitete Konzernchef Sergio Marchionne am Mittwoch in Auburn Hills (US-Bundesstaat Michigan) Aufbruchstimmung. Die finanzielle Lage entspanne sich zusehends und Chrysler sei auf dem Weg, seine Ziele für das laufende Jahr zu erreichen. Im Gesamtjahr will er zumindest operativ in die schwarzen Zahlen zurückkehren. Sonderlasten wie den Fonds ausgeklammert, konnte Chrysler seinen Verlust bereits eindämmen.

Auch der Umsatz soll wieder steigen. Lag er von Juni bis Dezember noch bei 17,7 Milliarden Dollar, so soll er im Gesamtjahr 2010 bei 40 bis 45 Milliarden Dollar herauskommen. Bis 2014 will Chrysler dann 68 Milliarden Dollar erlösen und operativ 5 Milliarden Dollar verdienen. Auch seine Schulden beim Staat will der Autobauer bis dahin voll zurückgezahlt haben.

Marchionne, der gleichzeitig Fiat-Chef ist, hatte nach der überstandenen Insolvenz von Chrysler das Steuer übernommen. Fiat hält 20 Prozent an dem US-Hersteller, die Mehrheit liegt nach milliardenschweren Staatshilfen bei der Regierung. In den kommenden zwei Jahren will Marchionne den Anteil in mehreren Schritten auf 35 Prozent aufstocken - aber nur, sofern er Chrysler wieder in die Spur bringen kann.

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Datum:  21.4.2010
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