Natürlich ist die Erfüllung des Traumes noch in weiter Ferne. Doch die Hoffnung lebt. Am 12. Mai 2010 steigt das erste Finale der Europa League - in der Hamburger Nordbank Arena. Durch den Last-Minute-Erfolg in Frankfurt geht auch der HSV ins Rennen um den begehrten Pokal.
"Dass das Finale in unserem Wohnzimmer stattfindet, ist ein schöner Ansporn", jubilierte Bernd Hoffmann. Eine Horrorvision hatte sich zuvor im Kopf des Klubbosses eingenistet: "Es wäre mir bitter aufgestoßen, wenn Hertha, Dortmund oder womöglich Werder um den Einzug in unser Stadion kämpfen würden - und wir nicht."
Der HSV ist dabei. Und der Weg weit. Die Europa League ist nichts anderes als die Aufwertung des UEFA-Pokals. Durch die Zentralvermarktung werden höhere Einnahmen erwartet, im August wird sich die UEFA dazu äußern. Drei Qualifikationsrunden stehen an, der HSV startet in der zweiten (16./23.7.). Nach der dritten Quali-Runde (30.7./6.8.) steht eine Play-off-Runde an (20. und 27.8.). Die Sieger werden in zwölf Gruppen á vier Teams eingeteilt. Wie in der Champions League gibt es Hin- und Rückspiele, die beiden Gruppenersten ziehen in die Zwischenrunde ein, das Feld wird durch acht Champions-League-Absteiger ergänzt. Anschließend geht es im gewohnten K.o.-System weiter.
Der 12. Mai. Er lockt den HSV. Schon jetzt.