Viel Routine und lange Ferien, das war einmal. Der Alltag von Lehrern ist längst nicht mehr so entspannt wie vor Jahren noch. Die Unzufriedenheit unter Hamburgs Pädagogen ist mit Einführung des Lehrerarbeitszeitmodells (LAZM) gestiegen. Nun wird ein wenig nachgebessert.
Kein Lehrer soll ab nächstem Schuljahr mehr als 29 Stunden in der Woche unterrichten. Durch das LAZM war es zu Unterrichtsverpflichtungen von bis zu 32 Stunden gekommen. Zudem sollen mehr Arbeitsplätze für Lehrer in den Schulen eingerichtet werden und ihre Stunden besser über den Tag verteilt werden.
Zur Entlastung der Schulsekretariate werden zusätzliche Stellen geschaffen und im Haushalt fast 800000 Euro dafür eingestellt. Zudem sollen die Schulen in einem Pilotprojekt Verwaltungsleiter bekommen. Auf die Stelle können sich auch Sekretärinnen bewerben.
Im Zuge der Bildungsreform wird das Lehrerarbeitszeitmodell noch einmal umfassend novelliert. Allerdings ohne neue Finanzmittel dafür aufzuwenden. Kernpunkte werden ein größerer Entscheidungsfreiraum der Schulen sein, neue Stundentaktungen (z. B. 60 Minuten-Stunde) und ein unterrichtsfreier Nachmittag für Konferenzen. Eine Arbeitsgruppe soll dazu ab Februar 2009 Vorschläge erarbeiten, die Umsetzung ist fürs Schuljahr 2010/11 geplant.