Leiharbeit boomt. Gab es 1999 in Hamburg noch 12600 Beschäftigte in der Zeitarbeit, so hat sich die Anzahl 2007 auf fast 26400 mehr als verdoppelt. Das ergab eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
Mit 3,4 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat Hamburg neben Bremen die höchste Leiharbeitsquote Deutschlands. Damit liegt sie auch über der bundesweiten Quote (2,4 Prozent). "Das ist damit zu erklären, dass Hamburger Unternehmen die Zeitarbeit bereits 1999 in hohem Maße zur Besetzung von Stellen nutzten", erklärt Tanja Buch, die die IAB Studie mit erstellt hat.
Die meisten Leiharbeitskräfte sind als Bürokräfte (5925) und Hilfsarbeiter (4187) eingesetzt. 69,8 Prozent der Leihkräfte haben eine Berufsausbildung, fast 70 Prozent sind männlich und mehr als ein Drittel aller Leiharbeitskräfte sind zwischen 22 und 29 Jahre alt. Das lässt vermuten, dass viele nach der Ausbildung nicht übernommen werden und über die Zeitarbeit den Sprung ins Berufsleben machen.