Die Ausbildung an der Handelskammer Hamburg eröffnet viele Karrierewege, die oft ohne diesen Abschluss undenkbar wären: Wer den "Geprüften Industriefachwirt" in der Tasche hat, dem winken interessante Tätigkeitsfelder in den Bereichen Finanz- und Rechnungswesen, Produktionswirtschaft, Material- oder Absatzwirtschaft. Auch im Personalwesen sind Industriefachwirte für die Umsetzung der von der Geschäftsleitung vorgegebenen Richtlinien zuständig. Industriefachwirte haben den großen Pluspunkt, durch ihre Ausbildung Betriebabläufe in ihrem Gesamtzusammenhang zu erkennen.
Die berufsbegleitende Fortbildung zum "Geprüften Industriefachwirt" beginnt an der Handelskammer wieder am 30. März 2010 und dauert bis 15. September 2011. Insgesamt werden von den Teilnehmern 540 Unterrichtsstunden absolviert, die sich auf zwei Abende die Woche verteilen.
Die Fortbildung richtet sich an Mitarbeiter mit kaufmännischer Ausbildung und Branchenerfahrung in der Industrie - die ist Voraussetzung für die Teilnahme. In der eineinhalbjährigen Fortbildung wird ein umfangreiches Lehrangebot vermittelt. Karin Schäpsmeier, Dozentin bei der Handelskammer: "Der Lehrgang besteht aus einem wirtschaftsübergreifenden Teil, in dem volks- und betriebswirtschaftliche Grundlagen, EDV, Informations- und Kommunikationstechniken vermittelt werden und diverse anderen wirtschaftsspezifischen Grundlagen wie Kosten- und Leistungsrechung."
Karin Schäpsmeier unterrichtet seit fünf Jahren die Kurse "Produktionswirtschaft" und "Betriebliche Organisation und Unternehmensführung." Circa 20 bis 25 Teilnehmer besuchen die Kurse, etwa gleich viele Frauen wie Männer. Aus ihrer Erfahrung weiß die Dozentin: "Für viele Hamburger Großunternehmen wie den HVV, Vattenfall und E.on ist dieser Abschluss sehr wichtig." Die Fortbildung sichert den Arbeitsplatz, ist oft Voraussetzung für eine Karriere. "Er zeigt dem Arbeitgeber deutlich, dass der Mitarbeiter für diese Fortbildung auch bereit ist, seine Freizeit zu opfern. Denn eine große Durststrecke sind die eineinhalb Jahre ja doch. Aber dieses Engagement wissen viele Unternehmen zu schätzen", so Schäpsmeier weiter. Auch Selbstständige bilden sich zum Industriefachwirt fort, um ihr Wissen zu vervollständigen. Dieser Abschluss ist Voraussetzung, um anschließend den Betriebswirt zu machen.
Karin Schäpsmeier arbeitet auch im Vertrieb einer Übersetzungsagentur und ist für die Personalauswahl verantwortlich: "Ich achte bei meiner Entscheidung auch darauf, dass sich ein zukünftiger Mitarbeiter fortgebildet hat. Das zeigt mir, dass die Leute an sich arbeiten, für sie der Job kein Stillstand ist."
Das Prüfungsnivau zum technischen Betriebswirt ist sehr hoch. In insgesamt acht Fächern müssen die Prüfungen vor der Handelskammer abgelegt werden. In zwei Fächern kann man die Prüfungen schon vorher absolvieren.
Die Kosten für diese Fortbildung betragen 2980 Euro. Sie können, wenn Sie die persönlichen Voraussetzungen erfüllen, durch "Meister-BAföG (AFBG)" gefördert werden. Monatliche Ratenzahlung ist möglich.
Weitere Infos: Tel. 36 138 -409, www.hk24.de/hkbis
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