Die wichtigste Frage galt es für Dennis Aogo früh zu klären. Wie viele Karten bekommt er für das HSV-Auswärtsspiel am Sonnabend in Karlsruhe? Er hatte Glück. "Viele Kollegen brauchen für dieses Spiel keine Karten. Ich werde wohl zehn Tickets bekommen. Die brauche ich allerdings auch. In Karlsruhe lebt schließlich der größte Teil meiner Familie und klein ist die nicht", erzählt der 21-Jährige, der sich unglaublich auf sein "Heimspiel" beim KSC freut.
Acht Jahre lang kickte Aogo in der Jugend für Karlsruhe, bevor er über Mannheim und Freiburg den Weg im letzten Sommer zum HSV fand. Eine große Verbundenheit zum KSC hat er nicht mehr, dafür umso mehr zu seinem Geburtsort Karlsruhe. "Es geht für mich zurück in die Heimat. Ich bin immer froh, wenn ich in den Ferien da bin. Für mich ist es etwas ganz Besonderes, dort nun zu spielen", so Aogo.
Aber lässt ihn Coach Martin Jol überhaupt ran? Schließlich musste der Linksverteidiger gegen Bayern nach langer Zeit mal wieder auf die Bank und kam gar nicht zum Einsatz. "Ich bin gespannt", meint Aogo. "Vor dem Bayern-Spiel hat mir der Coach erklärt, dass ich aus taktischen Gründen draußen bleibe. Jetzt wäre ich gerne wieder dabei. Marcell Jansen und ich haben in der Hinrunde gezeigt, dass wir auf der linken Seite gut harmonieren." Ein bisschen Enttäuschung wäre natürlich dabei, wenn er erneut nur zuschauen dürfte. "Wobei ich es auch normal finde, dass man in einer Saison nicht jedes Spiel machen kann", sagt er.
Ein gutes Argument gibt es in jedem Fall für seinen Einsatz. Bislang hat Aogo zwei Mal mit Freiburg in seiner Heimat Karlsruhe gespielt. Der erste Vergleich endete 1:1, der zweite 3:0. Nur allzu gerne würde er am Sonnabend die positive Serie weiter ausbauen.