Die Zahl habe sich auf 77 200 erhöht, teilte die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Kiel mit. „Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise werden in diesem Dezemberwert deutlich sichtbar“, sagte Geschäftsführungsmitglied Friedhelm Siepe.
Vor allem die Zahl der Menschen, die sich erstmals bei der Arbeitsagentur arbeitslos gemeldet haben, ist im Vorjahresvergleich um 37,4 Prozent auf 7500 gestiegen. Im Vergleich zum November sank die Zahl der Arbeitslosen in der Hansestadt leicht um 100 oder 0,2 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt nunmehr bei 8,4 Prozent.
Erfreulich sei allerdings, das die Hansestadt bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung mit einem Plus von 0,3 Prozent oder 2600 zusätzlichen Arbeitsplätzen (Stand: Oktober 2009) bundesweit auf Platz zwei hinter Berlin liegt. „Während im Bund die Beschäftigung durchschnittlich um 0,8 Prozent zurückgegangen ist, kann Hamburg hier wieder deutlich punkten“, sagte Siepe. Besonders im Sozial- und Gesundheitswesen seien neue Jobs entstanden (Plus 5100); zur gleichen Zeit gingen in der Zeitarbeitsbranche konjunkturell bedingt allerdings 3300 Arbeitsplätze verloren.
Der Winter und die schlechte Wirtschaftslage machten im Dezember auch dem Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein zu schaffen. Ende des Monats waren im nördlichsten Bundesland 108 000 Menschen ohne festen Job, 3,8 Prozent mehr als vor einem Jahr und 2,9 Prozent mehr als im November. Die Arbeitslosenquote betrug 7,6 Prozent. (dpa)
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