Vor drei Jahren brach im Kino die Eiszeit an - mit einer herzerwärmenden Geschichte. In der Trickfilm-Komödie "Ice Age" schickten die Blue Sky Studios ein Tierquartett erfolgreich ins Rennen um die Gunst des Publikums: Während das Mammut Manny, das Faultier Sid und der Säbelzahntiger Diego ein verloren gegangenes Menschenbaby zu seiner "Herde" zurückbrachten und die drei dabei dicke Freunde wurden, vergnügte uns das Rattenhörnchen Scrat mit seinen irrwitzigen Versuchen, eine Eichel unter Kontrolle zu kriegen.
Diesmal bekommen die Urzeit-Gefährten die Folgen einer globalen Klimaerwärmung zu spüren. Ein riesiger Eisdamm beginnt zu schmelzen, eine Sintflut droht. Unter den wachen Augen der Aasgeier treten Manny, Sid, Diego und viele andere Schicksalsgenossen den langen und gefahrvollen Marsch ans andere Ende ihres Heimattals an. Denn es heißt, dort warte eine Arche ...
Unter der Regie von Carlos Saldanha geht es im zweiten Teil der Eiszeit-Saga etwas dramatischer und animationstechnisch detailreicher zu. Ein Schuss Romantik kommt ins Spiel, als der bedächtige Manny, der schon glaubte, er sei der Letzte seiner Art, die bezaubernde Mammutdame Ellie trifft. Dumm nur: Sie hält sich für ein Opossum, weil sie einst von Beutelratten aufgezogen wurde. Und ihre "Brüder" Crash und Eddie, zwei vorlaute Rabauken und Danger-Freaks, erleichtern Mannys dezente Eheanbahnungsversuche auch nicht gerade. Immerhin erfährt er ein wenig Unterstützung von seinen beiden Kumpeln, die allerdings kaum eine Gelegenheit auslassen, sich witzreich zu kabbeln. Zudem haben sie mit eigenen Problemen zu kämpfen: Die Quasselstrippe Sid (in der deutschen Fassung kongenial synchronisiert von Otto Waalkes) ringt nach wie vor verzweifelt um Anerkennung, den Nichtschwimmer Diego plagt eine Wasserphobie - in Zeiten der großen Eisschmelze ein gravierender evolutionärer Nachteil.
Und Scrat? Dessen Part als Pausenclown wurde im Vergleich zum Vorgängerfilm ausgebaut. Nicht die schlechteste Idee. Mit seinen von Pleiten, Pech und Pannen begleiteten Abenteuern rund um die Eichel ist das unglückselige Hörnchen hier für die heftigsten Attacken auf die Lachmuskeln verantwortlich.