ANDERLECHT - HSV
HSV trotz 3:4 im Viertelfinale!
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Sie zitterten. Sie wankten. Aber sie fielen nicht. Und der Traum des HSV vom Finale im eigenen Wohnzimmer geht weiter. Durch das 3:4 (1:2) in Anderlecht zog das Team von Trainer Bruno Labbadia ins Viertelfinale der Europa League ein, das 3:1 aus dem Hinspiel reichte letztlich. Aber war das ein knappes Höschen bei starken Belgiern! Heute (13 Uhr) werden in Nyon die Lose für die nächsten beiden Runden gezogen.
Dass es dabei keine Wiederholung der Werder-Wochen geben würde, war schon vor dem Anpfiff klar. Euphorisch nahmen die 1400 mitgereisten HSV-Fans die Kunde des Bremer Scheiterns auf. Da störte es sie auch nicht weiter, dass Aogo mit Leistenproblemen passen musste. Rincón purzelte ins Team, überraschend auch Torun für Elia.
Die Stimmung außerhalb des Stadions war explosiv - überall Polizisten, die Belgier waren gewarnt. Auch auf dem Platz ging es sofort hoch her. Keine Minute war gespielt, da klärte Rozehnal in höchster Not, nach der anschließenden Ecke war Rost gegen Kouyate zur Stelle.
Der richtige Wachmacher für den HSV. Jansen trieb das Spiel vor 23.500 Fans über links an, bediente Petric zwei Mal mustergültig. Doch beim ersten Versuch des Kroaten stand van Nistelrooy im Weg (4.), den zweiten semmelte er vorbei (17.).
Es lief gut für den HSV. Nicht zu fassen, dass er sich das Leben dann selbst schwer machte nach seiner Führung! Boateng hatte van Dammes verunglückte Abwehr herrlich aus 16 Metern ins lange Eck geschlenzt - das 1:0 (42.). Aber was war das denn? Zunächst ließ der Torschütze Boussoufa unbedrängt flanken, Lukaku köpfte zum 1:1 ein (44.). Und in der Nachspielzeit der ersten Hälfte legte Boateng Suarez, der Gefoulte verwandelte den Elfer zur Führung für die Belgier. Boatengs verrückte Minuten - und plötzlich war alles wieder offen - 1:2!
Der HSV schlug zurück. Gerade noch hatte Jarolim Kouyates Schuss von der Linie gekratzt (47.), da zeigte Jansen seinen Skorpion-Jubel. Knallhart hatte er Petric-Vorlage von links ins rechte Eck gedroschen - der Ausgleich (54.). Anderlecht brauchte drei weitere Treffer. Die Entscheidung?
Von wegen! Wie ein Hühnerhaufen irrte die HSV-Defensive umher und es schepperte! Biglia traf von der Strafraumgrenze zum 2:3 (59.), dann drückte Boussoufa die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie (66.).
Der HSV schwamm - aber zwei Hamburger hatten Nerven aus Stahl. Traumhaft wie Jarolim Petric freispielte und der "Magier" zum 3:4 einschoss (75.). Die Erlösung Labbadia tanzte vor Freude an der Linie.
Glücklich aber ausgepumpt wanderten seine Profis in die Kabine. Der Weg des HSV geht weiter - in Richtung Hamburg und Finale!
Anderlecht - HSV
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Das 2:1 per Elfer für Anderlecht
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Frank Rost im Dauereinsatz.
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Marcell Jansen erzielt hier das 2:2.
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Petric macht mit den 3:4 alles klar.
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Der HSV steht im Viertelfinale!
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Anderlecht - HSV: Die MOPO-Noten
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Anderlecht - HSV: Die MOPO-Noten
Tomas Rincón: Viele gute Aktionen, aber auch einige Aussetzer. Durchwachsen. Note: 4
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David Rozehnal: Kam gut ins Spiel, blieb aber wie die komplette Abwehr nicht fehlerfrei. Note: 4,5
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Joris Mathijsen: Der Abwehrchef schaffte es nicht für Ordnung und Ruhe in seinen Reihen zu sorgen. Vier Gegentore sprechen für sich. Note: 4,5
Jerome Boateng: Musste für Aogo hinten links ran. Schönes Tor zum 1:0, doch dann patzte er beim 1:1, sorgte für den Elfer zum 2:1 und musste schließlich gelb-rot-gefährdet vom Platz. Note: 5
- sb 63. Elia: -
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Zé Roberto: Begann ganz stark, war gerade in Halbzeit eins immer in Bewegung. Baute dann allerdings deutlich ab. Note: 3,5
David Jarolim: Der Kapitän arbeitete viel. Vor dem 3:4 behielt er den Überblick. Note: 3
Jansen: Lange Zeit gelang ihm nicht viel, dann stand er einmal goldrichtig und traf zum zwischenzeitlichen 2:2. Note: 3,5
- ab 78. Tesche: -
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Torun: Der Youngster erhielt auf der rechten Seite überraschend den Vorzug vor Elia und Trochowski. Er machte seine Sache recht ordentlich Note: 3,5 - ab 83. Trochowski: -
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Ruud van Nistelrooy: Er wollte von Beginn an spielen, durfte es auch, tat es aber irgendwie doch nicht. Das war nicht sein Abend. Note: 5
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Mladen Petric: Erarbeitete sich viele Chance, mit seinem Tor zum 3:4 erlöste er den HSV. Note: 3
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Frank Rost: Beim vierten Gegentor sieht er nicht gut aus, ansonsten hielt er, was zu halten war. Note: 4
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Anderlecht - HSV: Stimmen zum Spiel
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Anderlecht - HSV: Stimmen zum Spiel
Bruno Labbadia: "Zuerst muss ich der Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Es waren schwierige Verhältnisse in einem wahren Hexenkessel. Was mir jedoch nicht gefallen hat, war selbstverständlich die Art, wie leicht wir Gegentore kassiert und uns immer wieder in die Bredouille gebracht haben. Zum Glück haben wir in der Offensive ein gutes Spiel gemacht und sind Dank des guten Hinspiels und der tollen kämpferischen Leistung hier am Ende knapp, aber verdient ins Viertelfinale eingezogen. Heute hat man gesehen, dass wir noch ein hartes Stück Arbeit vor uns haben, wenn wir in der Europa League etwas erreichen wollen. Nun sind wir erst einmal glücklich, unter den besten acht Mannschaften dieses qualitativ hochwertig besetzten Wettbewerbes zu stehen."
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Mladen Petric: "Wir haben etwas Glück gebraucht. Drei Tore auswärts - da darf man nicht noch verlieren. So darf es nicht weiter gehen, irgendwann geht's in die Hose."
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Joris Mathijsen: "Ein unglaubliches Spiel. Als Abwehrspieler ärgert man sich über vier Gegentore, da wir uns die Treffer viel zu einfach gefangen haben und von unserer weitestgehenden Souveränität des ersten Durchgangs in Halbzeit zwei nicht mehr viel übrig blieb. Zum Glück aber haben wir hier auch drei Tore geschossen, was vorher noch keinem Team gelungen ist. Darüber freuen wir uns, genauso wie natürlich über den Einzug in die nächste Runde. Wir wollen international so weit wie möglich kommen, haben das Heimspiel in unserem eigenen Stadion. Man hat aber heute gesehen, wie schnell alles vorbei sein kann. Wir sind gewarnt und müssen uns steigern, um auch im Viertelfinale bestehen zu können."
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Bernd Hoffmann: Wir sind weiter. Das ist alles, was zählt. Es ist natürlich ärgerlich, dass wir so lange zittern mussten, am Ende aber zählt nur das Viertelfinale. Übermorgen redet niemand mehr davon, wie wir in die nächste Runde eingezogen sind. Letztendlich war es auch unser Anspruch, sich gegen Anderlecht durchzusetzen. Wir freuen uns auf den weiteren Wettbewerb und nehmen die Gegner nun so, wie sie kommen.
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Marcell Jansen: "Es ist Wahnsinn. Ich bin froh, dass wir nicht ganz eingebrochen sind und uns gewehrt haben. Wir sind froh, dass wir weiter sind."
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Anderlecht - HSV: Die User-Noten
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Anderlecht - HSV: Die User-Noten
David Rozehnal
Lesernote: 3,8
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Joris Mathijsen
Lesernote: 4
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Marcell Jansen
Lesernote: 2,7
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Zé Roberto
Lesernote: 3,6
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Mladen Petric
Lesernote: 3
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David Jarolim
Lesernote: 2,7
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Jerome Boateng
Lesernote: 4,2
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Tomas Rincon
Lesernote: 3,1
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Tunay Torun
Lesernote: 3,5
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Ruud van Nistelrooy
Lesernote: 3,6
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