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Diese Parteien und Verbände sind für die Schulreform

Der CDU-Bundestags-Abgeordnete Marcus Weinberg ist für die Reform

Foto: Quandt

Eine ganz neue Situation, die durch die Volksgesetzgebung erst möglich wurde. Trotz dieses Schulterschlusses werden viele gegen die Reform stimmen. Denn der Streit geht quer durch alle Lager, viele werden sich nicht gebunden fühlen. Die MOPO zeigt, wer wo steht.



- Die Parteien: CDU, SPD, GAL und Linke haben sich für die Schulreform ausgesprochen.



- Die Handwerkskammer: Sie hat sich klar für die Schulreform positioniert und den Volksentscheid für überflüssig erklärt. Die Kammer engagiert sich im Pro-Reform-Bündnis 'Chancen für alle'. Sie erhofft sich mehr Fachkräfte durch eine bessere Schulbildung und tritt seit Jahren für das längere gemeinsame Lernen ein.



- Die schulischen Gremien*: Lehrerkammer, Elternkammer und Schülerkammer haben alle Beschlüsse für längeres gemeinsames Lernen in der Primarschule gefasst. Eltern und Lehrer haben allerdings Bedenken, ob die Reform ausreichend mit finanziellen Mitteln ausgestattet wird. Die Elternkammer sieht bei aller Zustimmung Probleme in der Umsetzung (Raumfrage, Schulfusion). * Die Kammern werden jeweils von den Lehrern, Eltern, Schülern aller Schulformen gewählt und beraten die Behörde.



- Die Gewerkschaften: Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und seine acht dazugehörigen Gewerkschaften (Ver.di u.a.) unterstützt die Schulreform und ist Mitglied bei 'Chancen für alle'. Der DGB ist 'gegen das frühe Aussortieren und Trennen von Kindern. Gerade Arbeiter haben das Interesse, ihren Kindern mehr Aufstiegschancen zu ermöglichen', heißt es dort. Insbesondere die größte Hamburger Lehrergewerkschaft, die GEW, ist ebenfalls für die Schulreform. Eigentlich möchte sie noch weitergehen, sie ist für gemeinsames Lernen bis Klasse neun. Aber sie sieht die Primarschule als einen Schritt in die richtige Richtung.



- Die Migranten-Verbände: Die Türkische Gemeinde Hamburg, der Verein 'Unternehmer ohne Grenzen' und die Alevitische Gemeinde unterstützen die Schulreform. Beim Volksbegehren hatten viele Migranten sich gegen die Primarschule ausgesprochen, weil sie das Elternwahlrecht beibehalten wollten. Jetzt, da es bleibt, sind viele dafür.



- Sonstige: Der Paritätische Wohlfahrtsverband, der Betriebsrat der Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten, der Einwohnerverein St. Georg, und der Personalrat der Lehramts-Referendare.

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Datum:  8.6.2010
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