Was für eine Aufregung nach dem letzten Heimspiel gegen Wolfsburg (1:1): Nachdem die MOPO über die schönen Bikini-Mädchen in der Loge von "Susis Showbar" berichtet hatte, die nach dem St. Pauli-Treffer und in der Pause einen sexy Stangentanz gezeigt hatten, war die Aufregung groß.
Dem Vernehmen nach missfiel die Vorführung mit den leicht bekleideten Ladys einzelnen Aufsichtsräten und dem Fanklub-Sprecherrat. Im Raum steht der Vorwurf sexistischer Werbung. Nicht nur, weil es bislang keine offizielle "Verfügung" seitens des Bundesligisten gab: Beim Spiel am Freitag (20.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.DE) wird wieder getanzt!
Heinz Ritsch, Chef von Susis Showbar (Beatles-Platz 1) und mit Ehefrau Susi einer von 22 Mietern des Séparées auf der Haupttribüne, kann den Groll beim Kiezklub nicht nachvollziehen: "Wir sehen bei uns keinen Verstoß der Richtlinien! Ich kann bei dem, was bei uns in der Loge passiert, nichts Sexistisches oder Frauen-Diskriminierendes entdecken. Nicht wir verletzten die Würde der Frauen, höchstens diese unnötige Diskussion darüber."
Ritsch zeigt sich kompromissbereit: "Wir haben zur Kenntnis genommen, dass einige Fans Frauen gegenüber nicht so freundlich eingestellt sind. Deshalb haben wir beschlossen, gegen Kaiserslautern genauso fußballbegeisterte Boys wie Mädchen einzuladen. Sie sollen unsere Freude über ein erzieltes Tor durch ihre Tanzdarbietungen an der Stange zum Ausdruck bringen."
Die Damen sollen nach wie vor St. Pauli-Bikini und -Jäckchen tragen, die "ebenfalls gut gebauten Jungs" St. Pauli-Fußball-Klamotten. Schlusswort Ritsch: "Wir hoffen, dass wir die Ungleichbehandlung damit behoben haben und servieren zur Feier des Tages leckere Hühnchenbrüstchen." Mal sehen, ob St. Pauli das alles schmeckt ...