Ein Magnet soll es werden, das neue Ikea in Altona. Das Möbelhaus, dessen Eröffnung für Herbst 2012 geplant ist, soll Leben in die verödete Große Bergstraße bringen, so der Traum des Bezirks und der benachbarten Geschäftsleute, die erst vor zwei Wochen mit ihrem Bürgerentscheid "Pro Ikea" einen herausragenden Sieg erzielten. Und es scheint, dass der Traum Wirklichkeit wird: Für das dem Frappant direkt gegenüberliegende Gebäude gibt es bereits die ersten Interessenten!
Noch ist das Haus in der Neuen Großen Bergstraße 15, das an der Gabelung zur Großen Bergstraße liegt, ein hässlicher grauer Flachbau, in dem ein Billigladen namens "Preis-Oase" und eine SEB-Bankfiliale untergebracht sind. Doch nach MOPO-Informationen will der Eigentümer, die Firma Hermann Friedrich Bruhn, das Gebäude verkaufen.
Ein Immobilien-Entwickler ist bereits aktiv und hat Pläne ausgearbeitet, nach denen der zweigeschossige Bau abgerissen und durch einen sechsgeschossigen Neubau ersetzt werden soll. Die unteren beiden Etagen würden dabei zu Geschäftsflächen, die oberen vier zu Wohnungen. C&A und eine weitere Bekleidungskette sollen Interesse bekundet haben. In den nächsten Tagen will der Entwickler einen Vorbescheidsantrag beim Bezirksamt stellen. "Wir würden eine hochwertigere Angebotsstruktur durch die neuen Geschäfte begrüßen", so Bezirksamtssprecherin Kerstin Godenschwege.
Trotz dieser Entwicklungen - die Ikea-Gegner haben ihren Kampf gegen das Möbelhaus nicht aufgegeben. Sie halten an ihrer Klage gegen die Zulässigkeit des "Pro Ikea"-Bürgerentscheids fest. Dabei geht es zum einen um den Ablauf des Entscheids, der nach Meinung der Gegner einseitig formuliert war und die Gegenpositionen unterschlug. Zum anderen sei der geplante Ikea-Bau mit sieben Etagen nach dem derzeitigen Planungsrecht von 1971, der nur ein fünfgeschossiges Gebäude erlaubt, rechtswidrig, die Bezirksverwaltung hätte daher gar keinen Bürgerentscheid durchführen dürfen, so die Einschätzung der Rechtsanwältin Sigrid Töpfer.
Der amerikanische Schriftsteller T.C. Boyle erreicht mit seinen Büchern („Wenn das Schlachten vorbei ist“, 2012) ein Millionenpublikum. Der Mann hält wenig von den Menschen, auch weil die die Umwelt zerstören.