Damit wollen Jürgen (42) und Olivia (24) gegen die bevorstehende Abholzung von fast 400 Bäumen zugunsten einer 12,3 km langen Fernwärmeleitung durch den Energiekonzern Vattenfall protestieren. Mindestens bis Mitte März will das Paar dort oben ausharren. Dann endet die nach dem Hamburgischen Naturschutzgesetz zulässige Fällfrist.
Das neue Zuhause von Jürgen und Olivia befindet sich in zwölf Metern Höhe. Es ist eine drei Quadratmeter große Plattform, die mit einer Isomatte ausgelegt ist. Eine Plastikplane schützt die Habseligkeiten der beiden - Kleidung, Schlafsäcke, Bücher, Lebensmittel - vor dem Regen. Für die Notdurft gibt es einen Eimer. Um den zu entleeren oder um das von der Bürgerinitiative "Moorburgtrasse stoppen" angebrachte Essen nach oben zu befördern, gibt es Seilzüge. Mitleidige Bürger haben Kuchen vorbei gebracht.
Eine Nacht in schwindelnder Höhe hatten Jürgen und Olivia gestern schon hinter sich. "Wir haben wunderbar geschlafen", sagt Jürgen, ein Elektroingenieur. Dann schimpft er: "Die Stadt geht unmöglich mit dem Baumbestand um. Ohne Rücksicht auf das Grün wird die Trasse gelegt."
Es ist nicht erste Aktion der Trassen-Gegner. Etwas haben sie schon erreicht: "Wir überprüfen noch mal jeden einzelnen Baum", so Vattenfall-Sprecherin Sabine Neumann. Die Zahl von 224 in Altona für die Rodung freigegebenen Bäume sei auf 180 reduziert worden. Und: "Für jeden gefällten Baum kommen drei neue."
Jürgen und Olivia können darüber nur lachen. "Diese Bäume sind 50 Jahre alt. Es dauert Jahre, bis sie wieder so groß sind."
Im Januar soll die Abholzung beginnen. Was passiert dann mit Jürgen und Olivia? "Das entscheiden wir, wenn es soweit ist", so Sabine Neumann.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?