Offenbar hat die SAGA einen Architektur-Wettbewerb durchgeführt und die Entwürfe bereits im Altonaer Rathaus vorgestellt. So sind zwei Gebäude mit 25 Wohnungen auf sieben Etagen plus Tiefgarage geplant. Die Neubauten sollen 30 Meter hoch werden – die 140 Jahre alten Elbtreppenhäuser sind 20 Meter hoch. „Es ist noch nichts entschieden“, sagt SAGA-Sprecherin Kerstin Matzen. „Die Pläne dienen nur als Arbeitsgrundlage. Die Höhe wird dem jetzigen Ensemble angepasst.“ Und: „Es handelt sich unter anderem um öffentlich geförderten Wohnraum.“
Insider sprechen von einem Trick: Die SAGA wolle ein höher am Hang gelegenes Haus zur Grundlage nehmen. Die Anwohner wehren sich. Nächste Woche wollen sie ein Bürgerbegehren starten. „Die SAGA redet nicht mit uns. Wir wissen nicht mal, ob es Ersatzwohnungen geben wird. Hier leben auch Kinder“, sagt Karsten Schnoor von der Mieterinitiative, die seit Jahren für den Erhalt der Altbauten kämpft.
Unterstützung kommt von der SPD. „Der Bebauungsplan von 2000 hat die Häuser als besonders geschützten Erhaltungsbereich ausgewiesen“, so Mark Classen. „Die SAGA hat in den letzten Jahren nichts getan, um die Substanz zu erhalten. Wenn sie jetzt mit Wirtschaftlichkeit argumentiert, ist das perfide. Wir fordern den Erhalt der Elbtreppenhäuser.“