Die Situation ist wie gepinselt. Als hätte einer den Keeper bereits ausgespielt und die Pille direkt vors leere Tor gepasst. Fehlt nur noch einer, der das Runde ins Eckige piekt – einer vom FC St. Pauli. Denn mit einem Sieg heute (13.30 Uhr) am ausverkauften Millerntor gegen RW Oberhausen wäre nicht nur die eigene Minusserie (vier Partien ohne Erfolg) beendet, ein Dreier wäre auch eine klare Ansage an die Konkurrenz. Und die schwächelt im Kollektiv!
Am Freitagabend patzte Pleite-Klub Bielefeld in Aachen (1:2). Gestern dann putzte der FSV Frankfurt Fortuna Düsseldorf mit 2:0 – und der Karlsruher SC beendete durch ein 1:0 den Höhenflug des FC Augsburg. Drei Steilvorlagen für den Kiez-Klub, der wieder bis auf einen Zähler an Augsburg rankommen, die Verfolger distanzieren kann.
„Den Frühling und 27 Punkte aus den letzten neun Spielen“, wünscht sich Coach Holger Stanislawski. Zumindest Teil zwei hält Knipser Marius Ebbers für „realistisch. Wir können jeden Gegner in dieser Liga schlagen, wenn wir unser Potenzial abrufen.“ Genau daran haperte es aber in den letzten Wochen, aber damit soll jetzt Schluss sein. Einzelgespräche, Mannschaftssitzungen, zwei Trainingseinheiten täglich – Stani hat alle Hebel in Bewegung gesetzt. Und er wird heute noch mit ein paar Bonbons aufwarten.
Denn es ist schier unmöglich, die Aufstellung vorauszusagen. Stehen die Rekonvaleszenten Carsten Rothenbach und Fabio Morena wieder im Team? Kehren Florian Lechner und Matthias Lehmann nach ihren Sperren zurück? Bekommt Timo Schultz eine neue Chance? Keiner weiß es – bis auf Stani. „Natürlich habe ich eine Idee. Wäre ja traurig, wenn nicht“, erzählt er grinsend. Heute Mittag wird er sein Geheimnis lüften. Und egal, welche elf Akteure er auf den Acker lässt: Sie müssen ihre Großchance nutzen. Denn die kommt in dieser Saison in der Form gewiss nicht wieder.
So könnte St. Pauli spielen: Hain – Lechner, Thorandt, Gunesch, Oczipka – Boll, Lehmann – Bruns, Schultz, Naki (Kruse) – Ebbers
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?