Frankfurt - Nach frühen Verlusten hat sich der Dax am Mittwoch leicht ins Plus vorgearbeitet und seine Gewinne behauptet. Am Nachmittag stand der deutsche Leitindex 0,19 Prozent höher bei 5.897,27 Punkten und der MDax legte 0,64 Prozent auf 7.876,69 Zähler zu.
Der TecDax rückte um 0,78 Prozent auf 836,24 Punkte vor. Mit Eon und Munich Re standen einmal mehr die Berichtsunternehmen mit Zahlen im Fokus.
"Es ist nicht viel los am Markt", lautete das Fazit von Postbank-Händler Thomas Stengl. Dass Munich Re erwäge, die Aktienquote auf etwas über fünf Prozent zu steigern, sei noch die spannendste Nachricht und könnte zu ähnlichen Überlegungen bei Konkurrenten führen. Der Experte traut dem Dax im Tagesverlauf noch einen Ausbruch über die Marke von 5.910 Punkten zu. Das nächste Ziel für das Börsenbarometer liege bei rund 6.000 Punkten, dürfte aber schwer zu erreichen sein. Gefahr drohe hingegen aus technischer Sicht, falls der Dax die untere Grenze der derzeitigen Handelsrange bei 5.830 Punkten verletze.
Aktien von Eon gewannen 0,95 Prozent auf 27,135 Euro. Der Energiekonzern musste 2009 zwar einen leichten Gewinnrückgang hinnehmen und gab einen vorsichtigen Ausblick. "Wir wollen uns aber nicht zu sehr über die Zahlen grämen", meinte Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank. "Mit einem stabilen Geschäftsmodell und einer Dividendenrendite von deutlich über fünf Prozent zeigt Eon Steherqualitäten."
Titel von Munich Re stiegen um 0,34 Prozent auf 116,70 Euro. Der Rückversicherer legte endgültige Jahreszahlen vor, die laut einem Analysten keine Überraschungen enthielten. Das Unternehmen hält trotz der Belastungen durch das Erdbeben in Chile und den Wintersturm "Xynthia" an seinem angepeilten Milliardengewinn fest. "Damit hat die Munich Re Substanz bewiesen und die Dividendenrendite ist mehr als ein süßes Bonbon", kommentierte ein Analyst. Vage Gerüchte über ein Beteiligungsinteresse von China Steel ließen Salzgitter-Titel um 1,41 Prozent auf 68,20 Euro steigen. Aktien des Konkurrenten Klöckner & Co profitierten mit plus 2,90 Prozent auf 19,900 Euro von zahlreichen positiven Studien in Reaktion auf die jüngste Analystenkonferenz.
Bei den Immobilienunternehmen Gagfah und IVG führten die Geschäftsberichte zu unterschiedlichen Kursentwicklungen. Gagfah erreichte seine Jahresziele, was die Aktie um 1,06 Prozent auf 6,964 Euro steigen ließ. Händler bezeichneten die Zahlen als "unspektakulär". Auch Unicredit-Analyst Andre Remke konnte keine großen Überraschungen ausmachen. Die für Immobilienunternehmen wichtige Kenngröße Funds from Operations (FFO), mit der die operative Entwicklung gemessen wird, habe inklusive der Gewinne aus Verkäufen über dem Unternehmensziel gelegen. Gagfah-Konkurrent IVG schloss 2009 in den roten Zahlen ab. "Es gibt nicht wirklich viele Schätzungen, aber sehr überzeugend sehen die Ergebnisse nicht aus", sagte ein Börsianer. Die Aktie verlor 0,70 Prozent auf 5,660 Euro.
Details zu einer Kapitalerhöhung drückten Jenoptik-Titel mit minus 4,86 Prozent auf 4,443 Euro ans TecDax-Ende. Der Technologiekonzern platzierte 5,2 Millionen neue Aktien zu 4,25 Euro je Stück und nahm durch die Kapitalerhöhung mehr als 22 Millionen Euro ein. Mit der zweifach überzeichneten Transaktion will das Unternehmen Übernahmen finanzieren. WestLB-Analyst Wolfgang Fickus sieht die Maßnahme ebenso wie den vortags bekannt gegebenen Großauftrag für die Verkehrstechniksparte grundsätzlich positiv, da sie zur richtigen Zeit komme, "um attraktive Wachstumsmöglichkeiten zu nutzen". Dagegen legten Evotec-Aktien dank Fortschritten bei der Entwicklung eines Wirkstoffs zusammen mit Roche um 2,22 Prozent auf 2,070 Euro zu.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?