Sie helfen Nachbarn, unterstützen soziale Einrichtungen, machen sich für die Schwächsten der Gesellschaft stark - alles ohne Bezahlung: 24 dieser Alltagshelden hat die MOPO in der Weihnachtszeit täglich vorgestellt - und sie mit einem 1000-Euro-Gutschein von "Saturn" belohnt. Lesen Sie heute, wer zum Abschluss der Aktion für seinen Einsatz belohnt worden ist.
Alles fing damit an, dass Verena (13) ihr Kinderzimmer gründlich aufräumen sollte. Dabei fand sie Spiele, Plüschtiere und Bücher, die sie schon lange nicht mehr angerührt hatte. Zum Wegwerfen waren sie eigentlich zu schade. Da hatte die Schülerin eine gute Idee. Sie packte alles hübsch ein und brachte es Kindern im AK Harburg, die dort die Weihnachtszeit verbringen mussten. Seitdem macht Verena jedes Jahr kranken Kinder eine Freude - dabei ist sie selbst noch ein Kind.
"Ich freu mich so, wenn die anderen sich freuen", sagt sie. Die Sechstklässlerin der Gesamtschule Harburg war in den vergangenen Tagen und Wochen schwer beschäftigt. Sie hat ihre Mitschüler und deren Eltern über Aushänge und in der Schülerzeitung zum Spenden von nicht mehr benötigten Spielsachen aufgerufen und sie mit Hilfe von Mama Birgit (39) verteilt. Stolze 180 Pakete hat die Schülerin zusammenbekommen.
"Ich war selber mal an Nikolaus im Krankenhaus und war traurig, dass niemand daran gedacht hat, mir etwas zu schenken. Deshalb hatte ich die Idee, Kindern, die in der Weihnachtszeit im Krankenhaus liegen, eine Freude zu machen", sagt Verena. Sie geht nicht nur ins Krankenhaus, sondern auch in Kinderschutzhäuser.
Seit drei Jahren ist sie nun schon jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit als kleiner Engel unterwegs. Gerade war sie im AK Harburg bei Maximilian (7), der wegen blutiger Mandeln auf der Station liegt. Er strahlt - denn ihm hat Verena gleich zwei Pakete gegeben. Neugierig packt er sie aus und freut sich über ein Spiel und ein Käppi. Und auch Verena ist zufrieden. "Manche Kinder bekommen richtig leuchtende Augen. Das ist toll", sagt sie.
Mutter Birgit, eine alleinerziehende Callcenter-Mitarbeiterin, ist stolz auf die engagierte Tochter. "Verena hatte schon immer eine soziale Ader", sagt sie. Die junge Dame plant nun, vielleicht ihren Chor zugunsten einer Kinderkrebsstiftung auftreten zu lassen. Schon wieder so eine gute Idee.