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Transformers - die Rache

arkenzeichen der Filme von Michael Bay sind die gewaltigen Explosionen. Der Regisseur hält für "Pearl Harbor" noch immer den Weltrekord für die größte jemals auf Zelluloid gebannte Detonation. Auch in dem Megahit "Transformers", in dem sich zwei Roboterrassen aus dem All gegenseitig die metallenen Schädel einschlugen, krachte es gewaltig. Dabei hielten sich Action, Humor und Romantik überraschend die Waage.



In der Fortsetzung "Transformers - Die Rache", der teuersten Paramount-Produktion aller Zeiten, verfährt Bay nun nach dem bekannten Schema, alles einfach noch ein paar Nummern größer auszugestalten. Die stimmige Mixtur des Vorgängers gerät so allerdings gehörig in Schieflage.



Im Finale von "Transformers" wurde der Allspark zerstört. Doch ist die Welt damit nun endgültig gerettet? Pustekuchen! Ein Splitter des Artefakts hat sich in der Kleidung von Teenager Sam Witwicky (Shia LaBeaouf) verfangen. Deshalb kehren die bösartigen Decepticons erneut auf die Erde zurück, um mit der Macht des Allsparks ihren gefallenen Anführer Megatron wieder zum Leben zu erwecken. Da haben Optimus Prime und seine Autobots, die inzwischen eng mit dem US-Militär kooperieren, natürlich etwas dagegen: Der Royal Rumble der außerirdischen Roboter geht in die zweite Runde...



"Transformers - Die Rache" ist pure Gigantomanie: Die Anzahl der Roboter hat sich von 14 auf 46 mehr als verdreifacht. Hätten die Macher den Film auf einem simplen Heimcomputer berechnen lassen, hätten sie die Kiste vor 16000 Jahren anschmeißen müssen. Und der Decepticon "Devastator", der sich aus mehreren Baufahrzeugen zusammensetzt und selbst eine ägyptische Pyramide ohne Anstrengung in ihre Einzelteile zerlegt, erreicht die Höhe eines zehnstöckigen Gebäudes und besteht aus zehn Mal so vielen Einzelteilen wie ein handelsübliches Auto. Bereits in der Eröffnungssequenz, in der Autobots und amerikanische Soldaten in China einem Decepticon hinterherjagen, wird halb Schanghai in Schutt und Asche gelegt.



Leider weicht das anfängliche Staunen angesichts dieser imposanten Zerstörungswut recht bald gepflegter Langeweile. Im Gegensatz zum ersten Teil, in dem sich das Abwracken der Roboter und das Erzählen einer spannenden Geschichte noch einigermaßen gleichberechtigt gegenüberstanden, gewinnen im Sequel bald die Krawallorgien die Oberhand. Nach etwa zwei Stunden Laufzeit, eigentlich einer guten Länge für einen Sommerfilm, zaubern die Autoren außerdem noch unnötige Wendungen um eine streng geheime Railgun und ein magisches Dingsbums namens "Matrix of Leadership" aus dem Hut, um aus der eh schon dünnen Story noch einmal 20 Extraminuten herauszupressen. Im Endeffekt ist der zweite "Transformers"-Streifen nun eine gute halbe Stunde zu lang. Da helfen dann auch einige amüsante Einfälle wie an "Gremlins" erinnernde Küchenroboter oder ein uralter Transformer, der am Krückstock geht und unter Fallschirmflatulenz leidet, nur noch bedingt.



Fazit: Am Ende dieses zweieinhalbstündigen Zerstörungsmarathons steht der gewaltigste Schrottplatz der Filmgeschichte - wer's mag.

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Datum:  25.6.2009
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