Panzer wälzen sich über ein Meer aus menschlichen Schädeln, überall nur Feuer, Rauch und Explosionen. Mit diesem entsetzlichen Ausblick auf die Zukunft beginnt Teil eins der "Terminator"-Saga, gedreht im Jahr 1984.
Allen verzweifelten Anstrengungen zum Trotz ist die Katastrophe nun also eingetreten: In "Terminator - Die Erlösung" leisten 2018 nur noch wenige Überlebende im postapokalyptischen Kalifornien Widerstand. John Connor (Christian Bale) steht an vorderster Front, doch Anführer der Menschen in ihrem verzweifelten Kampf gegen die Maschinen des außer Kontrolle geratenen Computersystems "Skynet" ist er noch nicht. Die große Schlacht steht noch bevor.
Und die setzt McG (Joseph McGinty Nichol, aber "McG" klingt natürlich cooler) mit mächtig viel Action und Krach in Szene. Der "3 Engel für Charlie"-Regisseur ist ohnehin nicht bekannt für leise Töne, doch die gigantische Materialschlacht, die er hier bietet, ist schon bombastisch (Ohrenstöpsel sind unbedingt zu empfehlen!). Leider bleiben bei so viel Wumms Geschichte und Charakterzeichnungen auf der Strecke. Christian Bale wirkt selbst wie ein Roboter und hinterlässt keinen bleibenden Eindruck. In Erinnerung wird da wohl eher sein Wutausbruch bleiben, bei dem er während des Drehs einen Kameramann minutenlang beschimpfte (zu hören auf YouTube). Eine Entdeckung ist indes Sam Worthington. Der 32-jährige Australier hat als mysteriöser Fremder nicht nur den interessantesten Part, sondern spielt sich auch als Einziger aus der Darstellerriege ins Gedächtnis.
Zwei weitere Teile sind geplant. Hoffen wir dann auf ein bisschen weniger Krawall.
Fazit: Ein 1a-Kriegsfilm, aber das reicht nicht für diese legendäre Reihe.